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Endlich: Die Buddelmanns durften bauen

Dirk und Sarah Buddelmann sind glücklich: Sie feierten jetzt groß eine Rohbau-Party Foto: jd
jd. Harsefeld. Die Familie Buddelmann aus Harsefeld ist "happy": Der Rohbau des neuen Hauses steht, das Dach ist gedeckt - Grund genug, mit Familie, Freunden, Nachbarn und Helfern eine Baustellenparty zu feiern. "Fast vier Jahre dauerte es, bis wir endlich feiern können", sagt Jürgen Buddelmann. In diesem Moment ist sein Ärger über Behörden-Irrsinn und Politiker-Sturheit fast verflogen - aber eben nur fast: "Alle haben uns gesagt, wir könnten hier nicht bauen. Hätten wir darauf gehört, würden wir jetzt nicht auf dieses schöne Haus anstoßen." Auch wenn es so manchem Politiker nicht gepasst habe: Seinen Fall über das WOCHENBLATT an die Öffentlichkeit zu bringen, sei die richtige Entscheidung gewesen, ist das Familienoberhaupt überzeugt.

Ein Rückblick: Vor zweieinhalb Jahren wandte sich Jürgen Buddelmann an das WOCHENBLATT. Er war verzweifelt: Sein Sohn Dirk wollte im elterlichen Garten ein schmuckes Heim für seine junge Familie errichten. Doch die Behörden stellten sich quer: Ein Haus in zweiter Reihe sei nicht zulässig, so das Kreis-Bauamt. In der Nachbarschaft gebe es im hinteren Bereich nur Gärten, ein Neubau würde sich nicht in dieses Bild einfügen, so das Argument. Die Buddelmanns verstanden die Welt nicht mehr: Laut Baugesetzbuch soll doch gerade die innerörtliche Nachverdichtung gefördert werden, so Vater Jürgen.

Die einzige Alternative: Die jungen Leute hätten direkt an das elterliche Wohnhaus anbauen dürfen. Das war für die Buddelmanns keine Option: "Wir hätten unsere Küchen- und Badezimmerfenster zumauern müssen." Die Familie ließ nicht locker, wandte sich an die Gemeinde. Die Buddelmanns klammerten sich an den letzten Strohhalm: einen Bebauungsplan. Den kann die Gemeinde erstellen, muss sie aber nicht. Zunächst sah es auch danach aus, dass der politische Wille fehlte. Die Harsefelder Politiker wollten offenbar lieber ein Baugebiet nach dem anderen auf der grünen Wiese absegnen, vermutet Jürgen Buddelmann: "Ich denke, dass die Berichterstattung im WOCHENBLATT dazu beigetragen hat, dass bei den Verantwortlichen ein Umdenken erfolgt ist." In diesem Frühjahr zahlte sich die Beharrlichkeit der Buddelmanns endlich: Der B-Plan trat in Kraft.

Anfang August waren schließlich die letzten bürokatrischen Hürden überwunden und die Buddelmanns konnten mit dem Bauen loslegen. Sie entschieden sich für ein Massivhaus der Firma Viebrock. Mit dem Neubau ging es "ruckzuck": "Wahnsinn", meinem die Buddelmanns: "Nach ein paar Wochen steht hier ein fast fertiges Haus und vorher hat es Jahre gedauert, bis wir die Baugenehmigung in den Händen halten konnten."

Weihnachten will die junge Familie bereits in den eigenen vier Wänden feiern. Die WOCHENBLATT-Redakteure freuen sich mit den Buddelmanns über dieses "Happy End".