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"Moment mal": Der "Unkrautdeich" von Harsefeld - Ein Kommentar

Dagegen ist kein Kraut gewachsen: Am Lärmschutzwall sprießt das Unkraut durch den Schredder
Früher standen Deiche nur an der Küste und entlang der Flüsse. Sie sollten den "Blanken Hans" fernhalten. Doch mittlerweile sind die grünen Bollwerke auch tief im Binnenland anzutreffen - allerdings in ganz anderer Funktion: Entlang etlicher Wohngebiete schossen deichähnliche Wälle wie Pilze aus dem Boden, um die Menschen nicht vor Wasser, sondern vor Lärm zu schützen. Auch in Harsefeld stehen solche "Schutzdeiche", die den Verkehrslärm von den Anwohnern fernhalten sollen. Während die "echten" Deiche aber gut gepflegt aussehen, wirkt der Lärmschutzwall an der Griemshorster Straße (Foto) eher wie "Kraut und Rüben".

Selbst beim neuem Teilstück in Richtung Kreisel, das erst vor Kurzem entkrautet und mit frischem Schredder versehen wurde, schießt munter das Unkraut: Löwenzahn und Co. lugen schon nach kurzer Zeit hervor. Doch zu eng sollte die Sache vielleicht nicht gesehen werden: Die Deiche an der Küste müssen schließlich "in Schuss" sein, um womöglich Menschenleben zu retten. Der Harsefelder "Unkrautdeich" hingegen soll eben nur vor Lärm schützen. Das geht auch in ungepflegtem Zustand.

Jörg Dammann