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Wer klaut in Harsefeld die Ortsschilder?

Wo sich das Ortsschild befand, ist jetzt nur noch der leere Metallrahmen da. Das Tempo 50-Schild wurde vom Bauhof angebracht
jd. Harsefeld. Unbekannte Langfinger schraubten in den vergangenen Tagen gleich an drei verschiedenden Stellen die Ortstafeln ab. Wenn im österreichischen Dörfchen Fucking regelmäßig die Ortstafeln von irgendwelchen lüsternen Sammlern abmontiert werden, ist das noch einigermaßen verständlich. Warum dreiste Schilderdiebe jetzt ausgerechnet in Harsefeld zuschlugen, erscheint hingegen rätselhaft. Innerhalb kürzester Zeit verschwanden drei gelbe Schilder.

Ist es ein Dumme-Jungen-Streich, sind es Souvenirjäger oder stört sich ein Spinner am Namen Harsefeld? Niemand weiß, wer die gelben Bleche entwendet hat. Doch spleenige Sammler, die sich auf witzige Ortsnamen spezialisiert haben, dürften es kaum gewesen sein: Harsefeld klingt zwar ganz nett, ist aber weder originell noch obszön oder witzig. Für eine Aufnahme ins Kuriositäten-Kabinett dürfte es kaum reichen. Dass in Hodenhagen, Sexau, Fickmühlen oder Busendorf öfter mal die Ortsschilder entwendet werden, um sie als frivolen Blickfang im Partykeller zu platzieren, ist ja irgendwie nachvollziehbar - aber wieso trifft es ausgerechnet Harsefeld?

"Vielleicht waren Touristen so begeistert von unserem schönen Ort, dass sie unbedingt eine bleibende Erinnerung mitnehmen wollten", meint Rathaus-Vizechef Bernd Meinke augenzwinkernd. Auch er kann sich keinen Reim darauf machen, warum plötzlich reihenweise die Ortstafeln verschwinden. Allerdings hofft er, dass die unbekannten Schilder-(Ab)Schrauber nicht noch öfter zuschlagen. Ersatz ist nämlich teuer. Schon jetzt beträgt der Schaden mindestens 500 Euro. Die Gemeinde hat zwar Anzeige erstattet, doch die Polizei tappt im Dunkeln: Die Übeltäter waren wahrscheinlich nachts am Werk. Bislang schlugen sie an der Buxtehuder Straße, am Neuenteicher Weg und im Butendiek zu.

Geht es so weiter, wird Harsefeld zwar weiterhin schön, dafür in Zukunft aber namenlos sein.