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Ein trockenes Plätzchen auf der Geest: Horneburger Rat stimmt für Neubaugebiet

Der Verlauf der Feldwege am Blumenthal soll erhalten bleiben. Die Strecken werden in die Grüngürtel eingebunden
jd. Horneburg. In Horneburg wird in den kommenden Jahren westlich der B73 ein neuer Ortsteil entstehen: Im Bereich zwischen den Sportanlagen am Blumenthal, der Issendorfer Straße sowie der Kreisstraße 44 in Richtung Rüstjer Forst sollen bis zu 260 Häuser errichtet werden. Vorgesehen sind mehrere Bauabschnitte. Der Rat des Flecken Horneburg beschloss jetzt, für das knapp 23 Hektar große Areal einen Bebauungsplan aufzustellen. Der Erschließung wird allerdings nicht in Eigenregie vorgenommen, sondern der Kreissparkasse Stade übertragen.

Die Entscheidung, mit dem neuen Baugebiet auf die Geest zu gehen, hat seinen guten Grund: Freie Flächen gibt es zwar auch in der Marsch, doch deren Boden ist wegen ihrer Nässe für den Hausbau denkbar ungeeignet. Da bietet das jetzt ins Auge gefasste Gelände, das derzeit landwirtschaftlich genutzt wird, reichlich Vorteile. Einen feuchten Keller müssen Häuslebauer dort nicht befürchten. Erschlossen werden soll das Baugebiet über eine Ringstraße, die Zufahrten zur Straße Blumenthal und und zur K 44 erhält.

Die bestehenden Feldwege, die von Radlern, Joggern und Spaziergängern gern genutzt werden, sollen nicht angetastet werden. Es ist geplant, diese Wege in die breiten Grüngürtel einzubinden, die das Neubaugebiet durchziehen werden. Neben Einfamilien- und Doppelhäusern sollen auch größere Wohngebäude entstehen: Eine erste Skizze, die Planer Peter Kranzhoff vorstellte, sieht mehrere Reihenhäuser und Stadtvillen in dem Bereich vor, der an die Gewerbebetriebe angrenzt.

Damit die Firmen in der Nachbarschaft keine Nachteile aufgrund von Lärmschutzauflagen hinnehmen müssen, soll das angrenzende Areal des Neubaugebietes nicht als reines Wohngebiet, sondern als Mischgebiet ausgewiesen werden. Damit gelten niedrigere Grenzwerte. In dieser Ecke wird dann wahrscheinlich auch ein Kindergarten gebaut. Außerdem wäre denkbar, dass dort ein Backshop oder ein Kiosk seine Pforten öffnet. Das Areal gehört derzeit noch mehreren Eigentümern, die sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen haben. Die Kreissparkasse hat bereits Kaufverhandlungen aufgenommen.