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„Der Verkauf ist freiwillig!“ - Alida Gundlach sucht nach einem kleinen Haus in der Nordheide

Alida Gundlach (71) verkauft ihr großes Anwesen in Asendorf. Der beliebten TV-Moderatorin (unter anderem „Die aktuelle Schaubude“) fällt der Abschied schwer
 
Alida Gundlach sitzt an dem See auf ihrem Grundstück. „Ich wünsche mir, dass wir bald einen Käufer für das Haus finden“, sagt die TV-Moderatorin

Bald heißt es Abschied nehmen! Alida Gundlach (71) möchte ihr großes Anwesen in Asendorf verkaufen. "Das hier ist für meinen Mann und mich einfach zu groß geworden", sagt sie im WOCHENBLATT-Gespräch. Fällt der beliebten TV-Moderatorin (unter anderem 220 Folgen der "NDR Talk Show", "Die aktuelle Schaubude") der Abschied nicht schwer? "Selbstverständlich!" Sie habe viele Bäume selbst gepflanzt, da sei dann auch etwas Wehmut dabei. "Aber - ich bin in meinem Leben 21 Mal umgezogen. Das ist auch ein Teil von mir."

mum. Asendorf. Diese Schlagzeile in der Bild-Zeitung ließ viele Menschen im Landkreis Harburg aufhorchen: „Alida Gundlach verkauft Millionen-Villa: Nach Schicksalsschlägen verliert die Moderatorin ihr Haus“ war Anfang der Woche in der Hamburg-Ausgabe zu lesen. Dazu veröffentlichte die Zeitung online zahlreiche Bilder von der beeindruckenden Villa aus dem 19. Jahrhundert, die in Asendorf (Samtgemeinde Hanstedt) liegt.
Seit 2002 lebt Alida Gundlach mit ihrem Mann Burckhard dort. Viele WOCHENBLATT-Leser kennen die 71-Jährige vor allem wegen ihres jahrzehntelangen Engagements für den Tierschutz.
„Der Bericht klingt so, als ob wir unser Haus um jeden Preis verkaufen müssen“, sagt die sympathische Frau. „Das ist aber nicht so.“ Ihrem Mann und ihr sei immer klar gewesen, dass man sich irgendwann von dem Anwesen (mehr als 25.000 Quadratmeter) trennen müsse. „Unsere Söhne sind längst ausgezogen.“ Nur wenn sie mit den fünf Enkelkindern zu Besuch sind, herrscht Leben in dem riesigen Haus, das über acht Schlafzimmer, vier Badezimmer, eine eigene Sauna und ein Gästehaus verfügt. Wert: Etwa zwei Millionen Euro.
Richtig sei aber auch, dass sie das Haus mit einer Hypothek belastet habe. „Wir mussten 2009 die geplante Tournee unseres eigenen Musicals abbrechen, weil ich schwer krank wurde und fast ein Jahr ausfiel“, erzählt die Asendorferin. Die meisten Kosten für Künstler, Hallen und Hotels hätten sie trotzdem tragen müssen. „2010 kamen für uns in der Bankenkrise Anlageverluste hinzu“, sagt sie. „Aber das Haus ist deutlich mehr Wert als der Kredit.“ Es gebe zwar ernsthafte Interessenten, aber noch sei nichts unterschrieben.
Alida Gundlach möchte weiterhin in der Nordheide wohnen bleiben. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt die 71-Jährige. Auch zu ihren Nachbarn habe sie ein gutes Verhältnis. „Asendorf wird uns fehlen.“ Langeweile wird bei Alida Gundlach nicht aufkommen. „Ich richte für mein Leben gern Häuser und Wohnungen ein“, sagt sie. Wahrscheinlich sei das der Grund für ihre zahlreichen Umzüge. Und bald könne sie diesem Hobby wieder nachgehen. An neuen Projekten mangelt es nicht. „Mein Verlag möchte, dass ich ein weiteres Tier-Buch schreibe.“ Insgesamt hat Gundlach bereits zwölf Bücher veröffentlicht. Außerdem hat sie ihr Musical-Projekt noch nicht ganz aufgeben. „Für die Aufführungen im Berliner Admiralspalast hatten wir 1.800 Karten verkauft“, erinnert sie sich. Die Musik-CD „Zeit“ - sie ist im Handel erhältlich - ist die Basis für das Musical. „Das Projekt liegt mir sehr am Herzen, denn es spiegelt mein Leben wider.“