Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wieder Kalb-Vandalismus in Hanstedt

Der Kopf ist abgeschlagen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben Vandalen in Hanstedt gewütet (Foto: Klaus Schwanecke)

Über ein Jahr war Ruhe - jetzt haben rücksichtslose Vandalen in Hanstedt wieder zugeschlagen. Dem kleinem Kälbchen, das zum „Milch-Denkmal“ mitten im Ort gehört, wurde in der Nacht zu Freitag der Kopf abgeschlagen - bereits zum sechsten Mal. Außerdem haben vermutlich die selben Täter den Schaukasten der Kirche zerstört.



mum. Hanstedt. „Wer macht so etwas nur?“ - das fragen sich Klaus Schwanecke von der Interessengemeinschaft Hanstedt (IGH) und viele Bürger. Schon wieder haben sich Unbekannte an dem Kuh-Kunstwerk an der Buchholzer Straße mitten im Dorf zu schaffen gemacht. Diesmal wurde dem kleinen Kälbchen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag der Kopf abgeschlagen. Es gehört zu einem Ensemble, bestehend aus einer großen Kuh und einigen Milchkannen. „Ich kann das nicht verstehen“, sagt Schwanecke. Offensichtlich hat den Vandalen ihre Tat aber noch nicht gereicht. Auch der große Informationskasten der Kirchengemeinde wurde zerstört. Die Scheiben wurden eingeschlagen.
Seit der Aufstellung vor sieben Jahren wurde das Kalb sechs Mal zerstört; die Kuh traf es dreimal. Zudem wurden die beiden Plastiken mehrmals mit Farbe beschmiert. Selbst eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro half nicht. Die Täter konnten bislang nie ermittelt werden. Der letzte Zwischenfall ereignete sich im Juli vorigen Jahres. 2015 wurde das Kälbchen sogar gestohlen. Die Täter gingen damals sehr professionell zu Werke. Mit einem Schraubenzieher wurde die Halterung gelöst und das Kalb abmontiert.
Immer wieder treiben Vandalen in Hanstedt ihr Unwesen. Vor zwei Jahren wurde die von den IGH-Mitgliedern angelegte Wassertretanlage in der Schmalen Aue (direkt in der Ortsmitte von Hanstedt) beschädigt. Bierflaschen wurden zerschlagen und die Scherben ins Wasser geworfen.
In der letzten Silvesternacht ließen Unbekannte an der Bushaltestelle „Bei der Kirche“ ihren Aggressionen freien Lauf. Unter anderem wurde ein Mülleimer sowie eine Glasscheibe zerstört.
Im Frühjahr war dann die Köhlerhütte an der Reihe. An einem Freitagabend Ende März fackelten vermutlich jugendliche Party-Macher die Hütte zwischen Hanstedt und Ollsen ab. Nach Polizeiangaben befeuerten die Täter den Grill in dem Unterstand derart stark - dafür wurde sogar Sperrmüll aus dem Ort herbei geschleppt - das die Flammen außer Kontrolle gerieten und die gesamte Hütte abbrannte. Die Gemeinde setzte eine Belohnung in Höhe von 300 Euro für sachdienliche Hinweise aus - ohne Ergebnis.
Doch die Ehrenamtlichen der IGH lassen sich nicht entmutigen. „Wir werden weiterhin unsere Ideen fürs Gemeinwohl umsetzen.“ Darin bestärkte sie zuletzt immer, dass sich neue Spender meldeten. Auch jetzt? Während die Kuh etwa 600 Euro kostet, ist das Kalb etwa 200 Euro teuer.