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„Das Sandbarg-Center nicht ignorieren“

FDP-Chef Philipp-Alexander Wagner

FDP-Chef Philipp-Alexander Wagner fordert Politik auf, Pläne ergebnisoffen zu prüfen.

mum. Jesteburg. Der Jesteburger Gemeinderat setzt in puncto „Famila“-Ansiedlung auf das „Zielabweichungsverfahren“ (das WOCHENBLATT berichtete). Die FDP in Jesteburg kritisiert die „Augen zu und durch“-Politik. „Ob Famila bauen darf, ist voraussichtlich über Jahre unklar“, sagt Philipp-Alexander Wagner, Vorsitzender der FDP in Jesteburg. „Derweilen ignoriert die Mehrheit im Gemeinderat, dass es mit dem Sandbarg-Center bereits jetzt eine Lösung für das Einkaufsproblem in Jesteburg gibt.“ Zu dem geplanten Vorhaben der Ansiedlung von Edeka und Aldi stellte Verwaltungschef Hans-Heinrich Höper klar, dass auch dieses Vorhaben nicht im Ortszentrum liegen würde. Deshalb auch nicht genehmigungswürdig sei. Wagner: „Ich erwarte von allen Verantwortlichen, dass hier ergebnisoffen geprüft wird. Derzeit gibt es aber nicht einmal Gespräche mit dem Investor des Sandbarg-Centers“, so Wagner. Aus seiner Sicht wäre ein großer Fehler, sich hinter dem Famila-Projekt zu verstecken. „Sollten sowohl Famila als auch Edeka sich nicht in Jesteburg ansiedeln dürfen, dann wird das Einkaufsproblem in Jesteburg wohl noch über Jahre bestehen bleiben“, so der FDP-Mann.
• Stichwort Sandbarg-Center:
Das WOCHENBLATT hatte exklusiv die Pläne von Herbert Meyer (Inhaber zweier Edeka-Märkte in Hittfeld und Nenndorf) vorgestellt: Meyer möchte einen Markt in Jesteburg eröffnen. Das Geschäft ist Teil des Konzeptes von Architekt Ulrich Salvers, der ein Nahversorgungszentrum am Sandbarg (direkt hinter der Bahnstrecke, Am Osterberg) errichten möchte. Außer einem Edeka- und einem Aldi-Markt sollen auf einer Verkaufsfläche von 5.500 Quadratmetern weitere Shops entstehen. Die insgesamt 41.000 Quadratmeter große Fläche, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird, gehört dem Verein „Landschaft Jesteburg“. Der Eigentümer habe laut Salvers seine Bereitschaft erklärt, die Fläche zu verkaufen. „Bebaut werden aber nur 21.000 Quadratmeter mit einer Gebäudefläche von 7.800 Quadratmetern“, so der Architekt, der mit einer Investitionssumme von bis zu acht Millionen Euro rechnet.
„Die Verkehrssituation an der Einmündung Sandbarg/Hauptstraße ist zwar schwierig, aber nicht unlösbar“, so Salvers. Er könne sich vorstellen, einen Teil der Kosten für eine neue Verkehrslösung (Abbiegespur oder Kreisel) zu übernehmen.