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Jesteburg hat ein Problem: Wohin nur mit den Obdachlosen?

Da lag noch Schnee: Bereits im Januar vor einem Jahr hatte der Samtgemeinderat beschlossen, eine neue Obdachlosenunterkunft am Sandbarg 35 zu bauen

Die Samtgemeinde Jesteburg hat keine freien Unterkünfte mehr / Mobilwohnheim in Bendestorf?

mum. Jesteburg. Jesteburg steht vor einem Problem! Wo sollen Obdachlose künftig untergebracht werden? Mit diesem Thema beschäftigt sich der Ausschuss für Soziales und Gesundheit am Donnerstag, 24. April, ab 19 Uhr im „Alten Rathaus“ (Niedersachsenplatz).
Derzeit seien laut Verwaltung alle Unterkünfte belegt. Mit einer Ausnahme: Ein Quartier für weibliche Einzelpersonen. Der jetzige Engpass sei entstanden, weil kurzfristig zwei Familien untergebracht werden mussten. Darüber hinaus sei erkennbar, dass die Personen immer länger in den Obdachlosenunterkünften verbringen. Da das Quartier „Am Alten Moor“ in Jesteburg nicht mehr zur Verfügung steht - es wurde wegen des Schützenhaus-Neubaus abgerissen, könne die Verwaltung derzeit keine weiteren Obdachlosen unterbringen.
Laut den Rathaus-Unterlagen benötigt die Samtgemeinde insbesondere Unterkünfte für männliche Einzelpersonen und Durchreisende. Ursprünglich sei am Sandbarg in Jesteburg ein Ersatzbau geplant. Doch das Grundstück stehe nicht mehr zur Verfügung, da dort jetzt Asylbewerber untergebracht werden.
Die Verwaltung wird dem zuständigen Ausschuss zwei Alternativen präsentieren:
Zum einen das Wohnhaus auf dem Grundstück der „Alten Gärtnerei“ am Ortsausgang nach Marxen. „Nach Auskunft des Landkreises ist diese Art der Nutzung mit einer Änderung des Bebauungsplanes möglich. Das Haus könnte daher als Obdachlosenunterkunft in Betracht kommen“, heißt es in der Unterlage.
Zum anderen könnte auf dem Grundstück „Kleckerwaldstraße 9“ in Bendestorf die Unterkunft erweitert werden, indem dort ein Mobilwohnheim errichtet wird. „In der Vergangenheit war auf diesem Grundstück bereits schon einmal eine Unterkunft für Obdachlose und Asylbewerber vorhanden“, heißt es in der Vorlage. Diese sei jedoch abgerissen worden. Baurechtlich wäre auf diesem Grundstück die Errichtung eines Mobilwohnheimes nach Auskunft des Landkreises möglich.
Außerdem diskutiert der Ausschuss, ob die Samtgemeinde Deutschkurse für Asylbewerber finanzieren möchte. Für dieses Jahr würden dafür Kosten in Höhe von 2.500 Euro anfallen.