Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Wir haben eine hervorragende Grundlage"

Birgit Heilmann ist Fraktionsvorsitzende der Grünen in Jesteburg

Birgit Heilmann verteidigt Landschaftsrahmenplan.

mum. Jesteburg. „Unser bestehender Landschaftsrahmenplan ist zwar schon von 1994, aber vielleicht setzt er gerade deshalb noch so hohe Anforderungen an Umweltschutzbelange und den Erhalt der dörflichen Struktur in Jesteburg fest“, so Birgit Heilmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Jesteburg. Zusammen mit dem neuen Landschaftsrahmenplan des Landkreises Harburg, der 2012 überarbeitet wurde, habe die Gemeinde eine hervorragende Grundlage für ihre eigene Bauleitplanung. Damit geht Heilmann gegen UWG Jes!-Chef Hansjörg Siede in die Offensive. Siede hatte im WOCHENBLATT angekündigt, die Umsetzung eines Landschaftsplanes für Jesteburg vorantreiben zu wollen. Seine Kritik: „Die Gemeinde setzt auf ein ungebremstes Wachstum und weist immer neue Baugebiete mit dorfuntypisch großen Gebäudestrukturen aus.“
Heilmann macht deutlich, dass der Landschaftsrahmenplan sowie der gemeindeeigene Landschaftsplan nur einen gutachterlich-empfehlenden und keinen rechtlich verbindlichen Charakter besitzen. „Die Grünen haben bei ihren Entscheidungen immer die Leitlinien des Landschaftsplanes berücksichtigt. In einzelnen Fällen wie etwa beim Gebiet des Campingplatzes sind wir Kompromisse zur Sicherung dieser touristischen Einrichtung eingegangen.“ Auch bei der Frage, ob Ackerflächen für den sozialen Wohnungsbau umgewandelt werden sollen, spreche sich der aktuelle Landschaftsplan für den Erhalt der Naturflächen aus. „Hier hat der alte Rat aber dem sozialen Argument den Vorrang gegeben und die Flächen für eine mögliche Bebauung freigegeben. Auch bei einer Neufassung des Landschaftsplanes müssten solche Zielkonflikte diskutiert und entschieden werden. Selbst das „heiße Eisen“ Kirchfeld findet eine Lösung im alten Landschaftsplan: „Ein Teil der Jesteburger Waldsiedlungen, die sich größtenteils aus ehemaligen Wochenendhausgrundstücken entwickelt haben, weist einen eigenen Charakter auf, der zur Bereicherung von Orts- und Landschaftsbild führt. Keinesfalls sollten eine weitere Bebauung und Verdichtung zugelassen werden.“
Da die Neufassung des Landschaftsplanes schon 2012 66.000 Euro kosten sollte, stellt Heilmann die Frage, ob dadurch eine Verbesserung für die Umwelt erzielt werden kann oder am Ende der Siedlungsdruck zu einer Aufweichung der Umweltbelange des alten Landschaftsplanes führt.
• Die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Energie findet am heutigen Mittwoch, 11. Januar, um 19 Uhr in der Begegnungsstätte am Sandbarg statt.


Lesen Sie auch:
Bauboom mit Augenmaß