Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Anwohner fordern Grundsanierung der L140 in Osterjork

Der Vorstand der neuen BI (v.li.): Lars Höbeler, Thorsten Keller und Eike Brackmann (Foto: oh)
bc. Jork. Jetzt haben auch die Anlieger in Osterjork und Königreich eine Bürgerinitiative (BI) gegen den programmierten Verkehrskollaps auf dem Obstmarschenweg (L140) im Zuge der A26-Öffnung gegründet. Anders als die "BI Altes Land gegen die Verkehrsflut" in Mittelnkirchen spricht sich die "BI Obstmarschenweg Jork" gegen die Komplettfreigabe der Autobahn zwischen Jork und Horneburg aus - zumindest so lange, bis die Forderungen der Anwohner abgearbeitet sind. "Die Bereitschaft bei den Bürgern, sich an der Initiative zu beteiligen, ist gewaltig", sagt FWG-Kreistagsabgeordneter Gerd Lefers, der die Aktion unterstützt.

Vom Land verlangen die Jorker die seit vielen Jahren versprochene grundlegende Sanierung der Landesstraße in Osterjork bis zur Kreuzung Königreich sowie die Erneuerung des Fuß- und Radwegs. Außerdem beinhaltet ihr Forderungskatalog die Optimierung der Straßenbeleuchtung und die Schaffung dreier neuer Querungshilfen, um die Verkehrssicherheit an der L140 zu erhöhen. Mehr Geschwindigkeitskontrollen, ein Tempolimit für Busse und Lkw sowie eine neue Oberflächenentwässerung unter der Straße stehen ebenfalls auf ihrer Liste. Beim Neubau der L140 in Osterjork sei damals geschlampt worden, erinnert sich Lefers.

Es müsse endlich eine vernünftige Tragschicht für die Straße her, um die Erschütterungen in den Häusern zu verringern. Ein weiteres Ansinnen der BI ist der Bau eines Kreisels an der Einmündung der künftigen Umgehungsstraße auf den Obstmarschenweg. Nur so könne ein Dauerstau verhindert werden.

BI-Sprecher Lars Höbeler stellte bei der Gründungsversammlung am vergangenen Mittwoch unmissverständlich klar: "Wenn das Land die A26 in beide Fahrtrichtungen öffnet, werden wir klagen." Die Bürger befürchten, dass die Trasse jahrelang in Jork enden könnte. Höbeler: "Wir sind bestimmt keine Autobahngegner, aber unter diesen Voraussetzungen kann die A26 in Jork nicht enden."