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Für die Ortsumgehung Jork: Die Wettern wird verschwenkt

„Zwar hat der Kreisel zu einer leichten Entspannung geführt, doch der Engpass beim Zigarrenmacherhaus stellt Auto- und Lkwfahrer immer wieder auf eine Geduldsprobe“, so Heiko Köhnlein, Leiter des Kreis-Umweltamtes
bc. Jork. Mit dem Bau einer Brücke über die Hauptwettern hat der Bau der Jorker Ortsumgehung (K26 neu) offiziell begonnen. Auf acht Betonpfeiler, die bis zu 16 Meter tief in den Kleiboden gerammt werden, wird die Überführung gegründet. Die ansonsten schnurgerade Wettern muss für die neue Verkehrssituation verschwenkt werden. Dazu wird sie künftig - in Spundwände eingefasst - einen kleinen Bogen schlagen. Im November soll die Brücke fertig sein.

Ziel ist es, mit der Umgehung den Jorker Ortskern und seinen Mini-Kreisverkehr zu entlasten. „Zwar hat der Kreisel zu einer leichten Entspannung geführt, doch der Engpass beim Zigarrenmacherhaus stellt Auto- und Lkw-Fahrer immer wieder auf eine Geduldsprobe“, so Heiko Köhnlein, Leiter des Kreis-Umweltamtes.

Die neue Verkehrsverbindung soll aber nicht nur das Ortszentrum entlasten, sondern auch das Gewerbegebiet Ostfeld besser anbinden. Wie berichtet, hat die Gemeinde dazu bereits eine Brücke über die Osterjorker Wettern fertiggestellt. Kosten: 580.000 Euro.

Wichtig wird die Umgehung vor allem dann, wenn die A26 durchgängig befahrbar ist. Gutachter sagen für diesen Fall bis zum Jahr 2025 voraus, dass sich die Zahl der Fahrzeuge auf der K 26 von derzeit 4.700 auf 8.300 pro Tag erhöhen wird. Die Zahl Lkw würde nach derselben Expertise von täglich 420 auf 610 steigen.

Die 529 Meter lange Straße kostet rund 3,4 Millionen Euro, davon sind allein für die Brücke 830.000 Euro veranschlagt. 60 Prozent bezahlt das Land, 40 die Gemeinde Jork. 1,8 Millionen Euro müssen die Jorker Steuerzahler übernehmen. Der Landkreis Stade als Bauherr koordiniert das Gesamtprojekt, insbesondere die Bereitstellung von Fördermitteln, die Planung und den Grunderwerb.

Autofahrer müssen sich allerdings noch gedulden, bis die Ortsumgehung freigegeben wird. Grund sind die schwierigen Bodenverhältnisse. Ähnlich wie beim Bau der A26 wird zunächst ein bis zwei Meter hoher „Vorbelastungsdamm“ auf der Trasse der Ausbaustrecke aufgeschüttet. Köhnlein: "Der Damm sorgt dafür, dass der sumpfige Boden verdichtet und gewissermaßen ausgespresst wird. Erst nach einigen Monaten können dann die Maschinen für den eigentlichen Fahrbahnbau anrücken."

Im Herbst 2014 soll laut Köhnlein die Asphaltierung der Straße beginnen. Ein Radweg ist zunächst nicht geplant. Ob die Trasse noch vor der A26-Öffnung fertig ist, steht in den Sternen. Köhnlein: "Gut möglich, dass die Umgehung erst Anfang 2015 fertig wird."