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"Man muss neugierig sein" - Fotokünstlerin Gabi Hampe (52) aus Sieversen

Sie holt mehr aus Fotos raus, als auf den ersten Blick zu erkennen ist: Fotokünstlerin Gabi Hampe (52) aus Sieversen. Hier vor ihrem Werk "Swinging Girls"
as. Sieversen. „Man muss neugierig sein. Wenn man nicht mehr neugierig ist, hemmt das die Kreativität“, sagt Gabi Hampe. Die 52-jährige hat sich ihre Neugier bewahrt: sie experimentiert mit digitaler Fotografie. Dabei verarbeitet sie oft ungewöhnliche Motive miteinander zu Collagen und verwendet viele Farben und Filter. Im Mai sind ihre Werke beim Oldtimertreffen im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen.
Angefangen hat alles mit einer kleinen Kompaktkamera, mit der sie Schnappschüsse aus dem Urlaub festgehalten hat. Eines ihrer Bilder hat sie online in ein Fotografie-Forum eingestellt und viel positives Feedback erhalten. „Das war der Moment, wo ich dachte, aha, da geht noch mehr“, sagt Gabi Hampe. Mittlerweile sind ihre Bilder in mehreren Online-Galerien erhältlich. Sie fotografiert spontan, stundenlang nach der richtigen Einstellung für das perfekte Bild zu suchen, ist nicht ihr Ding. „Ich bin dafür einfach zu ungeduldig“. Viele ihrer Urlaubsaufnahmen könnten ohne weiteres als Postkartenmotive herhalten, als Kunstwerk findet sie Gabi Hampe jedoch nicht interessant. „Landschaft macht jeder“, sagt die Künstlerin aus Sieversen. Sie möchte nicht das „Normale“ machen, sondern will herausfinden, was noch in den Bildern steckt.
Vor etwa fünf Jahren hat sie deshalb angefangen, ihre Fotos digital zu bearbeiten. „Ich probiere einfach aus und schaue, was passiert“, sagt Gabi Hampe. Wenn sie „im Flow“ ist, arbeitet sie drauf los, es wird kombiniert, bearbeitet, ausprobiert, bis ihr Gefühl ihr sagt, dass es passt. Dabei wagt sie auch ungewöhnliche Farb- und Strukturkombinationen. Über die Fotografie wurde ihr Interesse an der Malerei geweckt, auch hier experimentiert sie mit Farben und Materialien. Blechdosen oder oxidierte Plastiklöffel auf einer Leinwand? Alles ist möglich. „Ich möchte einfach Sachen ausprobieren, und nicht andere nachmachen“, sagt sie. Zu ihren Werken pflegt sie einen eher pragmatischen Zugang. „Ich freue mich, wenn meine Bilder gefallen, aber was man darin sieht, ist jedem selbst überlassen“, so die Künstlerin. Von ihrer Kunst leben kann sie noch nicht. „Es ist schwer, sich durchzusetzen“, sagt sie. Zudem sie sich auch Zeiträume für ihre Kunst schaffen muss. „Ich habe ja noch ein normales Leben nebenbei“.
• Am 14. Mai zeigt Gabi Hampe ihre Arbeiten zum Thema Rock ‚n‘ Roll sowie abstrakte Acrylmalerei im Rahmen des Oldtimertreffens im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Mehr Informationen auf www.gabihampe.de.