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Mit Mörtel und Maurerkelle auf Zeitreise

Bei der Fachwerksanierung: Malte sägt einen Balken zu

Junge Menschen erlernen traditionelle Handwerkstechniken im Freilichtmuseum am Kiekeberg

kb. Rosengarten-Ehestorf. Zu Maurerkelle und Mörtel, Hammer und Säge griffen jetzt 20 junge Menschen im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Im Rahmen ihres Freiwilligen Jahres in der Denkmalpflege (FJD) erlernten sie in einem mehrtägigen Seminar traditionelle Handwerkstechniken. Ob bei der Restaurierung des Fachwerks einer alten Wassermühle oder dem Flechten eines Weidenzauns - Anpacken war gefragt.
Philipp, Rico und Lorenz mauerten gemeinsam mit vier Mitstreitern das Fachwerk eines alten Ständerhauses neu aus. Vom Mörtel anrühren über das Ausmessen und Steine setzen bis zum abschließenden Abbürsten der Mörtelreste - alle Arbeitsschritte führten die Jugendlichen selbst aus - natürlich unter fachkundiger Anleitung. Philipp (19) macht besonders die Arbeit in der Gruppe Spaß. "Wir interessieren uns alle für historisches Handwerk und finden die Arbeit spannend", erzählt er.
Auch Zimmermannsarbeiten standen am Kiekeberg auf der To-do-Liste. Beim Fachwerk einer alten Wassermühle mussten morsche Balken ersetzt werden. Dabei halfen u.a. Malte und Annika. "Es ist toll, mit Hand anlegen zu dürfen", erzählt die 21-Jährige. Sie will im Anschluss an das FJD Restaurierung studieren. Wie fast alle in der Gruppe hat sie Abitur und nutzt das Freiwillige Jahr, um praktische Erfahrungen zu sammeln und sich über ihren Berufswunsch klar zu werden.
Eva Pfennig, Leiterin der Jugendbauhütte Stade und Organisatorin des Seminars, macht die Arbeit mit den jungen Menschen großen Spaß. "Es ist toll zu sehen, wie die Jugendlichen sich entwickeln", erzählt sie. Im Vordergrund steht dabei nicht nur das Erlernen handwerklicher Techniken, sondern vor allem auch die Erfahrungen in der Gruppe. Denn die Jugendlichen arbeiten während des praktischen Seminars am Kiekeberg nicht nur zusammen, sie übernachten auch vor Ort, abends wird gemeinsam gekocht. "Teamarbeit wird großgeschrieben", so Eva Pfennig. Sie freut sich schon jetzt auf das nächste spannende Projekt, bei dem die Jugendlichen erneut ihr Geschick beweisen können.
• Die Jugendbauhütte Stade ist ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der ijgd (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste). An einem FJD kann teilnehmen, wer die Schulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Infos gibt es unter http://www.ijgd.de.