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Lange Haftstrafen für Räuber

thl. Seevetal/Lüneburg. Keine Weihnachtsgeschenke hatten die Richter der 2. Großen Jugendkammer am Lüneburger Landgericht für die vier Angeklagten, die in Seevetal eine Rentnerin in deren Haus überfallen hatten. Nach teilweise geständigen Einlassungen schickten die Richter zwei 19-Jährige für zwei Jahre und neun Monate bzw. für vier Jahre ins Jugendgefängnis. Die beiden anderen Täter (21 und 23 Jahre alt) wurden nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Der Jüngere erhielt fünf Jahre Gefängnis, sein Komplize, der als Drahtzieher der Aktion gilt, muss für sieben Jahre und drei Monate hinter Gitter.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, waren die vier in Hamburg wohnhaften Männer am 1. Juni zu einem Wohnhaus in der Straße "Alter Söhn" in Emmelndorf gefahren. Während einer der Täter (23) im Auto wartete, klingelten die anderen drei als Paketzusteller verkleidet an der Tür einer 77-jährigen Seniorin. Als diese öffnete, drängten die Männer sie sofort zurück in die Wohnung, sprühten ihr Pfefferspray ins Gesicht, schlugen und fesselten sie und verletzten sie mit einem Springmesser. Noch während die Räuber dabei waren, nach Diebesgut zu suchen, klingelte es erneut an der Haustür. Ein 78-jähriger Bekannter des Opfers kam zufällig zu Besuch. Die Täter zogen ihn in die Wohnung und fesselten den Mann ebenfalls. Dabei nahmen sie ihm noch eine Armbanduhr ab. Nachbarn wurden auf das Geschehen aufmerksam und riefen die Polizei, die die Täter nach kurzer Flucht stellen und festnehmen konnte.