Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die Schrauber vom Reiherhorst: Fahrradwerkstatt bezieht neue Räume in Maschen

Rüdiger Henze (re.) mit seinen Mitstreiter aus dem "Schrauber"-Team (v. li.) Günter Barthauer, Thomas Ott, Heinrich Hagemann und Werner Hinrichsen
kb. Maschen. "Mehr können wir uns nicht wünschen", freute sich Rüdiger Henze vom ADFC Seevetal jetzt bei der offiziellen Eröffnung der neuen Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge im Keller der Asylbewerberunterkunft am Reiherhorstweg in Maschen. Den Umzug in die neuen Räume bezeichnete Henze als Quantensprung. "Hier ist es beheizt, gefliest, wir haben Sanitärräume und vor allem sind wir direkt bei den Flüchtlingen", so Henze.
Das Projekt Fahrradwerkstatt war im Januar des vergangenen Jahres ganz ohne Raum gestartet, konnte dann aber recht schnell eine Scheune in Hittfeld beziehen. Doch dort wurde es im Herbst zu kalt. Maschens Ortsbürgermeisterin Angelika Tumuschat-Bruhn hatte da die zündende Idee: "Ich konnte mich noch gut an die Besichtigung der Kellerräume erinnern und daran, wie überrascht ich war, dass die Räume nicht genutzt werden", so Tumuschat-Bruhn. Der Landkreis und Human Care, das die Flüchtlingsunterkunft in Maschen betreibt, mussten nicht lange von der Idee überzeugt werden. Inzwischen sieht der Keller des ehemaligen Jugendheims aus, als sei nie etwas anderes als eine Fahrradwerkstatt darin untergebracht gewesen. Das ist auch Heinrich Hagemann aus dem "Schrauber"-Team zu verdanken. Hagemann führte früher ein Fahrradgeschäft und konnte der Werkstatt nicht nur reichlich Werkzeug zur Verfügung stellen, sondern half auch, alles professionell einzurichten. "Das hat riesigen Spaß gemacht", erzählt er.
Der Dank der Ortsbürgermeisterin ging besonders an die Ehrenamtlichen, die sich in der Fahrradwerkstatt engagieren. "Sie leisten hier ganz wichtige Arbeit", so Tumuschat-Bruhn, die den fleißigen Bastlern zur Eröffnung eine Kiste voller praktischer Überraschungen mitbrachte.
Die Fahrradwerkstatt hat immer dienstags geöffnet, zukünftig wollen die "Schrauber" hier nicht nur selbst Räder wieder auf Vordermann bringen, sondern den Flüchtlingen auch einige Handgriffe zeigen, damit sie kleine Reparaturen eigenständig durchführen können. Außerdem soll von Maschen aus die Verteilung von gespendeten Fahrrädern an die übrigen ehrenamtlich betriebenen Werkstätten in der Gemeinde organisiert werden.
• Da die Zahl der Flüchtlinge in Seevetal weiter steigt, werden händeringend Fahrräder gesucht, um den Asylsuchenden ein wenig Mobilität zu verschaffen. Wer gebrauchte Räder abgeben möchte, wendet sich an Rüdiger Henze unter Tel. 04183 - 989716 (gern auf den AB sprechen) oder 0170 - 5341274. Auch Mitstreiter für die Arbeit in der Werkstatt sind immer willkommen.