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Der Rockerprozess vor dem Landgericht Stade

tk. Stade. Das könnte erneut ein Mammutprozess vor dem Landgericht Stade werden: Am Freitag, 8. August, beginnt die Hauptverhandlungen gegen sechs Angeklagte, denen die Staatsanwaltschaft versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vorwirft. Verhandelt wird aber "nur" wegen versuchten Totschlags. Bei den Männer im Alter von 26 bis 30 Jahren, handelt es sich um mutmaßliche Mitglieder der Rockergruppe "Mongols".

Ihnen wird vorgeworfen, im September 2013 bei einem Treffen eines Motorradclubs in Freiburg vier Männer attackiert zu haben. Zwei zogen sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Die Angreifer waren laut Anklage mit Messern und Baseballschlägern bewaffnet. Eine Gruppe von 20 bis 30 Personen, teils vermummt, soll zuerst eine Runde über das Gelände gedreht und anschließend im Festzelt die vier Männer angegriffen haben. Die Opfer sollen Mitglieder der konkurrierenden Rockergruppe "Gremium MC" sein. "Gremium" ist seit längererm mit einem eigenen Ableger (Chapter) in Stade vertreten, die "Mongols" sind erst seit kürzerer Zeit vor Ort. Aktuell haben die "Mongols" eine weitere Gruppe in Hamburg etabliert.

Das Gericht hat zunächst 34 Verhandlungstage angesetzt. Weil weder mutmaßliche Angreifer noch Opfer aussagen, dürfte die Wahrheitsfindung nicht einfach werden. Zudem gelten hohe Sicherheitsvorschriften, weil aus dem Umfeld von Opfern und Tätern Besucher erwartet werden. Sowohl "Gremium" als auch "Mongols" werden von Ermittlungsbehörden in der Nähe zur Organisierten Kriminalität gesehen.