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Wie krank ist Ex-Zocker Jens L. aus Stade?

Angeklagt: Jens L., ehemaliger Angestellter der Deutschen Bank in Buxtehude

Spielsüchtiger Ex-Banker erscheint nicht zum Prozess / „Sexpapst“ soll als Zeuge gehört werden

lt/tp. Stade. Der im "Zocker"-Prozess angeklagte Ex-Banker Jens L. (39) aus Stade ist am Montag aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Gerichtstermin am Landgericht in Stade erschienen. Laut eines ärztlichen Attestes leidet L. unter verschiedenen Beschwerden, die eine Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen. Ob L. allerdings auch verhandlungsunfähig ist, soll nun ein Amtsarzt vom Psychiatrischen Dienst in Stade prüfen.
Sollte der Arzt zu dem Ergebnis kommen, dass der Ex-Banker doch verhandlungsfähig ist, droht ihm ein Haftbefehl wegen Ungehorsams. L. gehe ein hohes Risiko damit ein, einfach nicht zur Verhandlung zu erscheinen, betonte der Vorsitzende Richter.
Wird L. für verhandlungsunfähig erklärt, liegt der Prozess vorerst auf Eis, so Landgerichts-Sprecherin Petra Baars.
Wie berichtet, soll Jens L. Kunden seines ehemaligen Arbeitgebers, der Deutschen Bank-Filiale in Buxtehude, über Jahre hinweg um 8 Millionen Euro erleichtert und einen großen Teil des Geldes in der Spielbank verzockt haben.
Unterdessen hat Frank Jansen, der Anwalt des Angeklagten, das Geständnis seines Mandanten angekündigt. Auch sei Jens L.s Therapeut Dr. Marcus Wawerzonnek als Zeuge geladen. Er hatte vor Jahren eine eigene TV-Sendung und wurde in der Presse als „Sexpapst“ bezeichnet.