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Kritik an der Kita-Planung

Der Bau der neuen Kita soll auf der Straße zwischen Kirche und Schule entstehen. Die Straße würde dann zur Sackgasse werden
bc. Stade. Im Umfeld der Pestalozzi-Grundschule macht sich Unmut breit. Es gibt Kritik an der Planung der Stader Ratspolitik, die Ersatz-Kita für den maroden Johannis-Kindergarten als Anbau an der Schule zu realisieren und nicht wie ursprünglich von der Verwaltung vorgesehen auf dem freien Grundstück an der Teichstraße (das WOCHENBLATT berichtete).

Was viele bisher nur hinter vorgehaltener Hand aussprachen, bringt Yvonne Mayet, Mutter von zwei Pestalozzi-Schülern, in einem ausführlichen Brief an das WOCHENBLATT auf den Punkt. „Wie kann man eigentlich auf die Idee kommen, den schönen und notwendigen Schulhof zu verbauen?“, fragt die Frau. Zumal es vor nicht einmal zwei Jahren auf dem gesamten Schulareal nicht genug Platz gegeben habe, um eine zweite Hortgruppe von 20 Kindern einzurichten. „Aber jetzt soll der Platz für eine ganze Kita reichen?“, so die Mutter.

Ein weiteres grundsätzliches Problem entsteht für sie durch die geänderte Verkehrsführung, sofern die Brauerstraße durch den Bau zur Sackgasse werden sollte. „Schon jetzt herrscht zu Schulanfang und -ende das perfekte Chaos“, sagt Yvonne Mayet. Diese Situation werde ganz sicher durch noch mehr Eltern und Erzieher verschärft, die zusätzlich zur Kita fahren.

Zudem beschäftigt die Mutter die finanzielle Frage: „Wochenlange Debatten haben ergeben, dass der Neubau einer Kita an der Teichstraße angeblich den finanziellen Rahmen sprengt und daher über Alternativen nachgedacht werden muss. Und nun erfahren wir, dass der Anbau an der Pestalozzi-Schule noch teurer werden könnte“, so Yvonne Mayet. Damit sei das am ehesten nachvollziehbare Argument der zu hohen Kosten für einen Bau an der Teichstraße entkräftet.

Mayet: „Es ist nicht zu verstehen, dass in eine gut funktionierende und wirklich schöne Struktur eingegriffen werden soll, um Platz für einen Neubau zu schaffen, der an anderer Stelle fertig geplant, besser untergebracht und dann auch noch billiger wäre. Wenn wir nicht gerade ein vollkommen sinnloses Stück Autobahn eingeweiht hätten, wäre dies meine absolute Nummer eins an Zeit- und Geldverschwendung.“

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