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Stade: In der City tut sich was

Blick vom Cosmae-Kirchturm: Ein Krater bestimmt derzeit das Bild der Stader Altstadt
 
Das "Waller"-Gebäude steht leer, hat vor Kurzem den Besitzer gewechselt
bc. Stade. Viel Bewegung und ein bisschen Stillstand herrscht derzeit in der Stader Innenstadt. Nicht nur, dass die Bau- bzw. Abrissarbeiten für das neue Einkaufszentrum sichtbar voranschreiten, auch im leerstehenden früheren „Waller“-Gebäude in der Straße „Goos“ könnte sich demnächst etwas tun. Allerdings: In Top-City-Lage in der Hökerstraße hat sich für das neue Geschäftshaus von Unternehmer Ergün Yildiz auch mehr als ein halbes Jahr nach Fertigstellung noch kein Mieter gefunden. Das WOCHENBLATT gibt eine Übersicht:
Nach ihren mehrwöchigen Grabungsarbeiten (wie berichtet) hat das Archäologen-Team das Baufeld freigegeben. Jetzt kann Investor „Matrix Immobilien“ endgültig loslegen. Nach Angaben des Projektverantwortlichen Andreas Hebbeler soll Ende Juli der erste Kran am Neuen Pferdemarkt stehen, der Rohbau voraussichtlich Anfang 2017 fertig sein. Geplante Eröffnung ist vor Weihnachten kommenden Jahres. Generalunternehmen für die Errichtung ist die Baresel GmbH.
Die großen Ankermieter für das Einkaufszentrum stehen fest. In die untere Ebene werden Rewe, Budnikowsky und die HypoVereinsbank einziehen. Das Geldinstitut befindet sich derzeit noch am Sande. In die Ebene auf Höhe der Fußgängerzone werden Deichmann, das Wäschefachgeschäft Hunkemöller und der Schmuckhändler Bijou Brigitte ihre Läden eröffnen. Für das Obergeschoss hat Matrix bereits mit einem größeren Mieter die Verträge unterschrieben - es soll sich um ein Geschäft handeln, das bisher nicht in Stade vertreten ist - mit einem zweiten steht der Investor in Verhandlungen. Ansonsten sind nur noch kleinere Flächen zu vermieten.
Allerorten wird der Bau des neues Shopping-Paradieses gelobt. Volker Mohr aus Dollern, der drei Ladengeschäfte in Stade betreibt, freut sich auf einen neuen Impulsgeber für die Altstadt - ebenso wie Wolfgang Drusell, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Aktuelles Stade“. Er blickt aber auch mit etwas Sorge auf die Leerstände, die einer Innenstadt nie gut tun.
Das Traditionshaus Waller musste Anfang des Jahres aus wirtschaftlichen Gründen sein Geschäft aufgeben. Ein Problem waren die hohen Personalkosten, weil jede Etage des dreigeschossigen Fachgeschäfts ein eigenes Team benötigte. Drusell: „Wir gehen davon aus, dass das Haus weiter für den innenstädtischen Bedarf genutzt wird.“
Interessant: Im Frühjahr hat das Gebäude den Eigentümer gewechselt. Ein Stader Unternehmer hat das Haus erworben. Projektentwickler Markus Witt: „Wir treten an, um das Haus multifunktional zu nutzen.“ Im Erdgeschoss soll Einzelhandel bestehen bleiben, die Ladenfläche soll so schnell wie möglich vermietet werden. Darüber könnten Büros und Praxen entstehen. Perspektivisch denkt Witt auch über Wohnungen nach.
Augenscheinlich wenig passiert beim neuen Geschäftshaus an der Hökerstraße, dessen Ladenfläche seit seiner Fertigstellung vor ungefähr sechs Monaten nicht vermietet wurde. Wie berichtet, gab es nach den Abrissarbeiten im November 2014 technische Komplikationen. Im Januar 2015 drohte das Nebengebäude einzustürzen. Die Arbeiten konnten erst im Frühjahr fortgesetzt werden.
Das Erdgeschoss und die ersten beiden Obergeschosse beherbergen Gewerbeflächen und Büroräume. Darüber befinden sich Wohnungen. Eine ist vermietet. Eigentümer des Gebäudes ist Unternehmer Ergün Yildiz.
Über die Gründe für den Leerstand wird in der City eifrig spekuliert. Gerüchteweise sollen die Mietforderungen mit rund 40 Euro pro Quadratmeter deutlich über den in der Ortslage marktüblichen 25 Euro pro Quadratmeter liegen. Das kann das Maklerbüro „DD Hanseat“ nicht bestätigen. Im Internet wird die Ladenfläche (ca. 200 Quadratmeter) im Erdgeschoss aktuell für 30 Euro pro Quadratmeter angeboten. Konkrete Anfragen lägen vor, bisher konnte man sich jedoch nicht mit einem potenziellen Mieter einigen.