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Neuenkirchen: Grünen-Ratsherr gegen Erweiterung des Baugebietes "In de Stroot"

Die Gemeinde Neuenkirchen möchte eine landwirtschaftliche Fläche hinter diesem Spielplatz aus Bauland ausweisen
lt. Neuenkirchen. Die Samtgemeinde Lühe ist dabei, ihren Flächennutzungsplan neu aufzustellen (das WOCHENBLATT berichtete). In allen Gemeinden wurde deshalb in den vergangenen Wochen über mögliche neue Baulandflächen diskutiert. Umstritten ist u.a. die Erweiterung des Baugebietes "In de Stroot" in Neuenkirchen.
Der Gemeinderat sprach sich mit fünf zu vier Stimmen für die Ausweisung einer ca. zwei Hektar großen Fläche hinter dem Spielplatz als Bauland aus. Bislang wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Die Obstbauern seien aber bereit, das Land zu veräußern, sagt Bürgermeister Reinhardt Meyer. Er spricht sich für mehr Bauland in der Gemeinde aus, da es ohnehin sonst nur wenige Möglichkeiten gebe, neue Bürger zu gewinnen.
Ganz klar gegen die Erweiterung des Baugebietes "In de Stroot" ist Mario Ganser. Er sitzt für die Grünen im Gemeinderat und ist als Anwohner auch selbst betroffen. Eine von ihm durchgeführte Befragung habe ergeben, dass die meisten Anwohner seiner Meinung sind, so Ganser. Von 23 befragten Nachbarn hätten sich 18 gegen die Erweiterung des Baugebietes ausgesprochen.
Ganser befürchtet, dass er statt auf Obstbäume auf dreistöckige Häuser gucken muss. Außerdem kritisiert er, dass große Baufahrzeuge durch die kleine Stichstraße fahren müssten, auf der viele Kinder spielen.
Ganser bringt noch ein weiteres Argument gegen die Erweiterung des Baugebietes. Der Boden sei "minderwertig" und wie "Pudding", sagt der Grünen-Politiker. Viele Anwohner hätten ihm gesagt, dass sie nie wieder an gleicher Stelle bauen würden, da es nicht selten vorkomme, dass Pflasterungen und Terrassen absacken würden.
"Dass es in Neuenkirchen keine Geschäfte und keine Sparkasse mehr gibt, spricht ebenfalls dagegen, hier zu bauen", sagt Ganser. Er hält es für sinnvoller, im Zentrum der Samtgemeinde neues Bauland auszuweisen.
Über den neuen Flächennutzungsplan fällt die letzte Entscheidung im Samtgemeinderat. Mehr zum Thema lesen Sie auch in den kommenden WOCHENBLATT-Ausgaben.