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Panzerknacker sitzen in Haft

Bei der Sprengung der Geldautomaten richten die Täter immer immensen Schaden an (Foto: Polizei)
thl. Winsen. Das ging ratzfatz! Am Heiligabend gegen 3.45 Uhr haben Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in Winsen drei Niederländer (19 bis 25 Jahre alt) festgenommen, die im Verdacht stehen, mehrere Geldautomaten gesprengt zu haben. Wie das WOCHENBLATT berichtete, sind in diesem Jahr landesweit bereits 25 Automaten gesprengt worden, zuletzt einer bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Ramelsloh. Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen hatte daraufhin eine Sonderkommission ins Leben gerufen.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde ein in einem Garagenhof am Winser Baum in Winsen abgestelltes offensichtliches Täterfahrzeug entdeckt und observiert. Als die drei mutmaßlichen Täter den Wagen am Heiligabend nutzen wollten, erfolgte der Zugriff. Kurios: Mehrere Anwohner wurden auf den Vorfall aufmerksam und riefen die Polizei, weil sie dachten, dort fände ein Überfall statt.
"Ich freue mich über den schnellen Erfolg", so Soko-Leiter Christian Zahel. "Wir haben damit offensichtlich eine weitere Sprengung verhindert. Jetzt werden wir die Zusammenhänge mit weiteren Tatorten prüfen." Gegen die drei Niederländer wurde Haftbefehl erlassen.
Die Festnahme des Trios dürfte allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Denn gleich am Anfang der Ermittlungen sprach das LKA davon, dass mehrere Tätergruppierungen unterwegs seien. Und hat damit recht behalten. Denn Heiligabend wurden auch drei Panzerknacker in Kleve (NRW) festgenommen. Zudem haben Unbekannte am ersten Weihnachtstag gegen 2.30 Uhr in Heede (Kreis Emsland) bei der dortigen Sparkasse einen weiteren Geldautomaten gesprengt.