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Aus für Eyendorfer Windmühlenfest nach über 30 Jahren

"Veranstaltungen müssen sich rechnen": Vereinsvorsitzender Werner Borrée vor der Windmühle, deren Kopf und Außenhaut saniert werden sollen

"Das Konzept ist überholt und zieht zu wenig Leute an"

  ce. Eyendorf. Das Windmühlenfest im Heideort Eyendorf, das viele Jahrzehnte ein Besuchermagnet war, zuletzt aber immer weniger Publikum anlockte, ist Geschichte. Auf seiner jüngsten Versammlung beschloss der Verein zur Erhaltung des 1897 errichteten Bauwerkes, das Traditionsfest in seiner bisherigen Form nicht mehr zu veranstalten. "Das Konzept ist überholt und zieht zu wenig Leute nach Eyendorf. Das rechnet sich für uns nicht", erklärt Vereinsvorsitzender Werner Borrée (72) im Gespräch mit dem WOCHENBLATT.
Lange Zeit wurde das Windmühlenfest jährlich ausgerichtet, zuletzt fand es noch alle zwei Jahre statt. "Beim 34. Fest im vergangenen Jahr und bei der Veranstaltung davor machten wir jeweils ein Minus von rund 500 Euro. Da kamen kaum die Kosten etwa für Karussell und der Sky-Jumper wieder rein. Wir wollen ja nicht nur das Publikum belustigen, sondern mit dem Festerlös in erster Linie den Fortbestand der Mühle sichern", redet Borrée Klartext.
In diesem Jahr müsse der Mühlenkopf saniert werden, was mit etwa 30.000 Euro zu Buche schlagen werde. "Das können wir aus Vereinsmitteln finanzieren", so Borrée. In 2019 steht die Erneuerung der Außenhaut auf dem Programm. Dafür wolle sich der Verein um Zuschüsse aus öffentlicher Hand bemühen.
Gutes Geld kommt auch dank der Trauungen in die Vereinskasse, die seit 2006 in der Windmühle angeboten werden. "In 2017 hatten wir 43 Vermählungen, in diesem Jahr hoffen wir diese Zahl wieder zu erreichen", zeigt sich Werner Borrée optimistisch. Die Heiratswilligen kommen nicht nur aus Deutschland, sondern - angelockt vom Eyendorfer Internetauftritt - unter anderem sogar aus den USA, Spanien und Frankreich in die Heide. "Der Erfolg ist auch der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Standesamt der Samtgemeinde Salzhausen zu verdanken, dessen Außenstelle wir sind."
In Kürze wolle der Verein ein internes Fest für seine 182 Mitglieder ausrichten, um sie für ihre Treue zu belohnen. Zudem werde der im vergangenen Jahr ausgefallene Dankeschönabend für die rund 30 Helfer des Mühlenfestes, die "einen tollen Job gemacht haben", nachgeholt. "Danach wird der Vereinsvorstand darüber beraten, ob wir irgendwann eine alternative Veranstaltung zum Mühlenfest mit neuem Konzept auf die Beine stellen", blickt Werner Borrée in die Zukunft.