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"Helme retten Leben"

Dirk Poppinga
thl. Winsen. Was es in vielen Ländern weltweit bereits gibt, soll auch in Deutschland eingeführt werden: die Helmpflicht für Radfahrer. Dafür votiert zumindest die Deutsche Verkehrswacht. "Denn Fahrradhelme retten Leben", sagt Dirk Poppinga, Polizeibeamter und Vize-Vorsitzender der Verkehrswacht Harburg-Land. "Sie können zwar keine Unfälle verhindern, aber das Risiko schwerer Kopfverletzungen deutlich verringern."
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 83.219 Radfahrer in Verkehrsunfälle verwickelt, darunter 16.581 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. 399 Menschen kamen dabei ums Leben, weitere wurden 81.662 zum Teil schwer verletzt. Bei jedem zweiten getöteten Radfahrer waren Kopfverletzungen die Ursache. "Nur" zwei Prozent der Radfahrer mit Helm erlitten schwere Verletzungen, während es bei Zweiradfahrern ohne Helm bereits 17 Prozent waren.
"Dennoch fristet der Fahrradhelm in Deutschland ein Schattendasein", sagt Poppinga. Nicht zuletzt deshalb, weil immer mehr Jugendliche mit zunehmendem Alter auf den Helm verzichten. Deshalb appelliert die Verkehrswacht an alle Eltern, als Vorbild für ihre Kinder selbst einen Helm zu nutzen. Gleiches gelte übrigens auch für ältere Leute, die mit Pedelecs oder E-Bikes unterwegs sind. Durch die höhere Geschwindigkeit der Räder steigt auch die Verletzungsgefahr bei Unfällen erheblich.