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Die Ampel-Posse von Winsen - Patt-Situation im Verwaltungsausschuss kippt Fachausschuss-Empfehlung

thl. Winsen. Es klingt unglaublich - und doch ist es wahr: Der Verwaltungsausschuss der Stadt Winsen hat die Empfehlung des Bau- und Verkehrsausschusses, an der Osttangente/Einmündung Schirwindter Straße eine Ampelanlage zu errichten, gekippt. Wie das WOCHENBLATT aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, kam es in dem neunköpfigen Gremium zu einer Patt-Situation, nachdem ein Mitglied nicht mitgestimmt hatte. Dadurch erreichte der CDU-Antrag zum Ampelbau keine Mehrheit. Kurios: Denn im ebenfalls neunköpfigen Fachausschuss war der Antrag noch bei drei Enthaltungen einstimmig durchgegangen.
Damit ist das Thema, Fußgängern eine sichere Überquerung der Osttangente sowie Autofahrern ein sicheres Abbiegen zu ermöglichen zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre vom Tisch.
Sehr zum Ärger der Anwohner. "Das ist eine riesige Sauerei", sagt Matthias Grandt. Er hatte zusammen mit Nachbarn im Bauausschuss auf die Gefahren an diesem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt hingewiesen. Supermarkt, Kindergarten und Berufsschule befinden sich in direkter Nähe zur Einmündung. "Wenn die Stadt statt einer Ampel lieber einen Kreisel dort bauen will, ist es auch in Ordnung. Doch gar nichts zu tun, ist ein Unding", so Grandt.
"Die Osttangente ist immer noch eine Umgehungsstraße. Und es gibt genug Querungshilfen in der Nähe", argumentiert Mona Ahrens-Schubert (SPD). Und auch die Unfallzahlen lassen nicht auf einen großen Gefahrenpunkt schließen. Seit 2009 kam es an dem Einmündungsbereich zu insgesamt zehn Unfällen, drei davon allerdings schon in diesem Jahr. Bei allen Havarien waren insgesamt zweimal Radfahrer beteiligt, die anderen Kollisionen waren Kfz gegen Kfz.