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Erstwählerveranstaltung in Winsen: "Jeder sollte sein Wahlrecht nutzen"

Die Politiker standen Rede und Antwort (Foto: bs)
bs. Winsen. Am 11. September finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt, bei denen auch Jugendliche ab 16 Jahren mitbestimmen können.
Aus diesem Grund fand jetzt, erstmals in den Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schulen Winsen, die Erstwählerveranstaltung "Mein erstes Mal......." statt, bei der sich die Teilnehmer u.a. über das Wahlprogramm und die Ziele der jeweiligen Parteien informieren konnten. Seit mehreren Jahren organisiert das örtliche Jugendzentrum Egon´s die Veranstaltung zusammen mit den Schülern der Klasse 11 des Technischen Gynmasiums.
Als Vertreter der im Rat der Stadt Winsen vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften, stellten sich am vergangenen Freitag dabei Sebastian Putensen (CDU), Heiko Kösling (SPD), Johanna Fast (FDP), Eike-Christian Harden (Bündnis 90/Die Grünen), Kassian von Glahn (Die Linke) sowie Wilfried Rieck (Winsener Liste) und Iris Winklareth (Freie Winsener) den Fragen und Anliegen der rund 300 anwesenden Schüler und Schülerinnen.
Die ebenfalls eingeladene Partei AfD hatte ihre Teilnahme an der Veranstaltung, zu der u.a. die Schüler der Winsener Johann-Peter-Eckermann Realschule, der Oberschule Ilmer Barg oder des örtlichen Luhegymnasiums erschienen waren, abgesagt.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Politiker und der jeweiligen Wahlprogramme, hatten die Jugendlichen das Wort, die sich u.a. für die Themen Integration von Flüchtlingen, Öffentlicher Personen-Nahverkehr und qualifizierte Arbeitsplatzschaffung interessierten.
"Wie genau sollen denn mehr Arbeitsplätze in Winsen realisiert werden?", lautete da eine Frage an Heiko Kösling, der zuvor für mehr unternehmerisches Engagement vor Ort und die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze plädiert hatte. "Winsen ist als Gründerstandort wahnsinnig attraktiv. Daher ist die einseitige HVV-Ausweitung nach Hamburg nicht die Lösung, denn was ist mit den Pendlern, die nach Lüneburg müssen? Wir glauben, dass es mehr Sinn macht, vor Ort, also in Winsen, das über eine wahnsinnig spannende geografische Lage verfügt, anzusetzten", so der Sozialdemokrat.
Die drei Schüler und Erstwähler Matthes (16), Timo (17), Alexander (17) und Kenneth (17), vom TG 11 nahmen an der Veranstaltung teil und zogen für sich ein positives Fazit. "Es ist gut, dass wir hier die Möglichkeit hatten, auch mal uns betreffende Themen anzusprechen, denn die Wahlprogramme sind ja oft auf ältere Bürger abgestimmt", findet Timo. Und Alexander ergänzt: "Es ist einfach wichtig, zu wählen. Jeder sollte sein Recht nutzen, mit abstimmen zu dürfen. Vor allem ist es wichtig, sich gut zu informieren und sich nicht einfach nur über den Ausgang zu beschweren, wenn man selbst nicht wählen geht."