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Kein Platz für "Porno-Camper"!

Resigniert: Klaus Schipper (Foto: rs)

thl. Laßrönne. "Wir geben uns geschlagen", sagt Klaus Schipper, Vorsitzender der Vereins Campingfreunde Winsen. "Der Drops ist gelutscht, wir verteilen uns auf andere Plätze." Die Camper geben auf, weil ihnen fast nur Steine in den Weg gelegt wurden.
Kurzer Rückblick: Nach angeblichen Porno-Drehs auf dem Campingplatz in Laßrönne wird den Campern im vergangenen Jahr vom Besitzer wie aus heiterem Himmel gekündigt. Für viele bricht eine Welt zusammen, weil sie den Platz schon seit Jahrzehnten und dort ihren Lebensmittelpunkt haben. Sie organisieren sich in einem Verein und erreichen nach zähem Ringen einen Aufschub der Platzräumung bis Oktober dieses Jahres. Parallel suchen die Camper händeringend einen neuen Platz.
Doch dieses Vorhaben gestaltet sich als schwierig. Obwohl sie einen Investor für einen Platz in Laßrönne finden, sträuben sich die Stadtverwaltung und die politische Mehrheit der CDU dagegen und legen unerfüllbare Auflagen fest. Dazu sagte Bürgermeister André Wiese (CDU) kürzlich: "Wenn die Camper es wollen, leiten wir dort die Aufstellung eines Bebauungsplanes ein." Allerdings hätte sie sämtliche Kosten zu tragen.
Auch ein Platz in der Elbmarsch entpuppte sich schnell als nicht realisierbar. Noch bevor die Pläne öffentlich wurden, organisierten Bürger, die von der Sache Wind bekommen hatten, eine Unterschriftenaktion gegen die vermeintlichen "Porno-Camper".
"Wir haben alles versucht, sind aber letztendlich gescheitert", resigniert Klaus Schipper. "Jetzt zerbricht unsere Gemeinschaft leider doch."