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"Unzumutbare Wohnumstände": Raumnot in Flüchtlingsunterkünften sorgt für hitzige Debatte im Salzhäuser Samtgemeinderat

"Mann muss Druck auf den Kreis machen": Ratsherr Joachim Bartels (Grüne) (Foto: archiv)
ce. Toppenstedt. Die Verdichtung von Flüchtlingsunterkünften, nämlich die stellenweise Überbelegung der Quartiere, sorgte für eine hitzige Debatte in der jüngsten Sitzung des Salzhäuser Samtgemeinderates in "Bleecken's Gasthaus" in Toppenstedt. "Es muss Druck gemacht werden auf den Landkreis Harburg, denn die Wohnumstände sind zum Teil unzumutbar. Es kommt vor, dass fünfköpfige Familien in einem kleinen Zimmer leben müssen", sagte Ratsherr Joachim Bartels (Grüne) auch mit Blick auf die Unterkünfte in Eyendorf und Gödenstorf. "Es ist nicht zu verstehen, dass einige Unterkünfte leerstehen, da sie nicht mehr für die Flüchtlingsunterbringung benötigt werden, und andernorts die Menschen zusammengepfercht werden", ergänzte Sozialdemokrat Ernst-Hinrich Hornbostel.
"Für die Asylbewerber, die eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen haben, sind die Städte und Gemeinden zuständig. Einige von ihnen leben derzeit in den Unterkünften. Wenn der Landkreis darauf bestehen würde, dass diese Menschen die Unterkünfte verlassen, hätten wir in den Quartieren zwar keine Überbelegung mehr, dafür aber mangels anderem Wohnraum obdachlose Flüchtlinge", gab Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause zu bedenken. In leerstehenden Unterkünften könne man die Flüchtlinge nicht unterbringen, da dort dann die Betriebskosten steigen würden. "Der Landkreis bekommt aber vom Land Niedersachsen keine finanzielle Unterstützung für den Betrieb leerstehender Container, die nach der Abnahme der Flüchtlingsströme nun doch nicht genutzt werden", bedauerte Krause. "Es ist eine unglückliche Situation, denn je länger Menschen in beengten Verhältnissen leben müssen, desto größer wird das Risiko auftretender Spannungen."