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"Der Handwerksmeister ist Säule des Wohlstandes"

Zur Diskussion im Marstall: Josef Schlarmann, André Bock (CDU-Landtagsabgebordneter), Matthias Maedge, Rainer Rempe, Cornell Babendererde, Björn Thümler und Andreas Baier (v. li.)
(bs). Zum Thema "Zukunftsfähige Rahmenbedingungen für das deutsche Handwerk - welche Weichen müssen im Landkreis, in Niedersachsen und in Brüssel gestellt werden?" lud der CDU-Ortsverband Winsen jetzt unter der Leitung der neuen Vorsitzenden Dr. Cornell Babendererde in den Winsener Marstall zur Podiumsdiskussion ein. Die Diskutanten: Björn Thümler, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, Rainer Rempe, CDU-Landratskandidat, Matthias Maedge, Europawahl-Kandidat der Union, Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg und Moderator Dr. Josef Schlarmann, Ex-Bundesvorsitzender der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung.
In zwei Dingen war sich das Podium einig: "Der Meisterbrief im Handwerk muss Bestand haben." Und: "Das Handwerk hat ein Imageproblem."
Für Landratskandidat Rainer Rempe liegt letzteres auch an der fehlenden Aufklärung über technische und hochkomplexe Entwicklungen im Handwerk. In Deutschland zeichne sich ab, dass das Verhältnis zwischen theoretischer Ausbildung (Studium) und praktischer Ausbildung (Handwerk) ins Ungleichgewicht gerate. Von einem Abitur-Jahrgang würden rund 60 Prozent studieren. "Hier sind die Eltern gefordert zu begreifen, dass nicht jedes Kind studiert haben muss, um im Leben glücklich und erfolgreich zu sein", so Rainer Rempe.
Auch in der aktuellen Debatte um die Abschaffung des Meisterzwangs stellten sich die eingeladenen Christdemokraten schützend vor die hochqualifizierten Fachkräfte: "Die Union steht als letzte Partei mit viel Herzblut hinter dieser Pflicht - der Meister ist das höchste Zeichen von Qualität und damit eine wichtige Säule des Wohlstandes. Außerdem schützt der Meisterbrief den Verbraucher", so Björn Thümler. "Wer sein Handwerk gut gelernt hat, für den existiert weltweit eine exquisite Nachfrage und das gerade in den Ländern, die weder das 'Duale Ausbildungssystem' noch den Meisterbrief kennen", so Thümler weiter.
Klar positionierte sich Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Andreas Baier. Er forderte neben vernünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Landkreis und der Erhaltung des Meisterzwangs auf EU-Ebene eine Gesetzgebung, die die Bedingungen im Handwerk berücksichtigt: "Die Rente mit 63 ist hier nach vielen Jahren körperlicher Arbeit unbedingt notwendig", so der Geschäftsführer.
Nach der Diskussion kamen Zuhörer zu Wort: "Aufgrund der starren Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathe haben eher praktisch begabte Menschen einen deutlichen Nachteil im Gegensatz zu Theoretikern. Daher ist es an der Zeit, endlich mal über einen Paradigmen-Wechsel an den Schulen nachzudenken", so eine Stimme aus dem Publikum.