Peter Löwel (Grüne) wendet sich an Kommunalaufsicht
Thema wurde in Beckdorf nicht öffentlich behandelt

Uneinig: Peter Löwel (Grüne) und Jan Gold (CDU)
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ab. Beckdorf. Auf der jüngsten Ratssitzung in Beckdorf hatten die Grünen-Fraktionsmitglieder Peter Löwel und Marion Augustin Grund, sich zu ärgern: Sie hatten zu Beginn der Sitzung beantragt, dass der Tagesordnungspunkt Dorfzentrum in Beckdorf in den öffentlichen Teil der Sitzung verlegt wird. Beckdorfs Bürgermeister Jan Gold (CDU) und Gemeindedirektorin Meike Nachtwey (SPD) setzten ihn aber in den nichtöffentlichen Teil. Warum?

Die Grünen hatten für die Sitzung eine Powerpoint-Präsentation angefertigt. Der Inhalt: Ideen zur Errichtung eines Dorfzentrums in Beckdorf durch ein Dorfgemeinschaftshaus mit integrierter Arztpraxis und Gemeindebüro. Das Gebäude, so die Ausführung der Grünen, könnte ähnlich aussehen wie das geplante Dorfzentrum in Sauensiek. 

Als Baugrundstück käme der Grünstreifen hinter dem Parkplatz nördlich der Sporthalle mit einer Größe von ca. 600 Quadratmetern infrage. Das Bauamt habe die Bebaubarkeit bereits mit positivem Ergebnis geprüft. Parkplatz und Grünstreifen befänden sich im Eigentum der Gemeinde Beckdorf und im wirtschaftlichen Eigentum der Samtgemeinde Apensen.

Auch für den dortigen Spielplatz haben die Grünen einen Platz: Er könnte auf eine der beiden ungenutzten Ecken des Sportplatzes an der Goldbecker Straße neben dem Beach-Volleyball-Feld verlegt werden.

Viele Vorteile sehen die Grünen in diesem Projekt, unter anderem könnte die Gemeinde wieder für ihre Sitzungen über einen eigenen Raum verfügen und diesen nach Belieben nutzen. Die integrierte neue Arztpraxis könnte für einen Arzt oder eine Ärztin so attraktiv sein, dass er/sie sich dort ansiedelt. Außerdem könnte die Beckdorfer Verwaltung in das neue Büro einziehen und wieder mehrmals in der Woche Sprechstunden für die Einwohner einführen. 

Obwohl das Thema für die Öffentlichkeit von großem Interesse ist, sei sowohl diese als auch die Presse ausgeschlossen worden, bemängelt Löwel im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Eine Begründung dafür habe es nicht gegeben. "Auch nicht auf Nachfrage eines Bürgers in der darauf folgenden Einwohnerfragestunde."
Peter Löwel kündigte an, das Vorgehen von der Kommunalaufsicht prüfen zu lassen. "Wir sind sehr für Offenheit. Und Gesetze müssen eingehalten werden."

Beckdorfs Bürgermeister bestätigte dem WOCHENBLATT, dass er das Thema im nichtöffentlichen Teil der Sitzung besprechen lassen wollte. "Über die Gründe kann ich aber leider keine Auskunft geben", sagte er. Das Schreiben der Kommunalaufsicht, in dem er zur Stellungsnahme aufgefordert wurde, hätten Meike Nachtwey und er bereits beantwortet.

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