Die Unabhängigkeit behalten

Petra und Klaus Schiebel opfern sich für ihren Sohn Torben auf - jetzt benötigen sie dringend Hilfe
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Eltern von mehrfach schwerstbehindertem Sohn braucht Unterstützung für Kauf von neuem Auto

os. Buchholz. Aufopferungsvoll kümmern sich Petra (48) und Klaus (56) Schiebel um ihren seit der Geburt mehrfach schwerstbehinderten Sohn Torben (15). Sie pflegen den Teenager rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Jetzt benötigen die Eltern, die für die Pflege von Torben ihre Berufe aufgegeben haben und von Hartz IV leben, dringend Hilfe: Weil ihr Sohn mittlerweile 1,60 Meter groß ist, brauchen die Schiebels ein größeres, behindertengerechtes Auto. In ihren 13 Jahre alten VW Sharan passt Torbens Rollstuhl nicht mehr hinein, zudem ist die Sitzschale für den Jungen zu klein und verursacht ihm auf längeren Fahrten starke Schmerzen. Das Problem: Zur Finanzierung des Kaufs und des Umbaus des rund 32.000 Euro teuren Renault Traffic fehlen Petra und Klaus Schiebel rund 4.000 Euro. Das Ehepaar setzt seine Hoffnung auf die WOCHENBLATT-Leser.
Bei seiner Geburt im Juni 2001 bekam Torben Schiebel nicht genügend Sauerstoff.
Folge: Bis heute hat der Junge keine Kontrolle über seinen Kopf, er kann nicht sprechen und sitzen, ist nahezu blind und leidet an schwerer Epilepsie. Kurz nach der Geburt fragten die Ärzte im Krankenhaus in Hamburg, ob Petra und Klaus Schiebel bereit wären, Torben in ihren Armen sterben zu lassen.
„Das waren wir natürlich nicht“, erinnert sich Klaus Schiebel. Trotz der mehr als schwierigen Bedingungen entscheiden sich die Eltern für das Leben - und das wurde belohnt: „Aus Torben ist ein fröhlicher Junge geworden, der gern lacht“, erklärt Vater Klaus. Vor allem Ausflüge machen ihm viel Spaß.
Genau an diese Ausflüge, z.B. zum Hamburger Hafen, ist mittlerweile nicht mehr zu denken. Die Schiebels meiden lange Fahrten: „Wenn wir mal in Hamburg waren, haben wir immer gebetet, dass es keinen Stau gibt“, sagt Petra Schiebel. Durch die lange Wartezeit habe Torben starke Schmerzen und krampfe so sehr, dass sie und ihr Mann dem Sohn ein Notfallmedikament geben müssen.
Klaus Schiebel machte sich kundig und stieß auf der Suche nach einem neuen Auto auf einen Renault Traffic: „Der hat genau die richtige Größe. Torbens Rollstuhl würde dort nach einem Umbau gut hineinpassen.“ Die Eltern wandten sich an rund 60 Stiftungen für behinderte Menschen und erbaten finanzielle Hilfe für den Kauf des neuen Autos. „Wir haben die Zusage von einigen Stiftungen“, erklärt Petra Schiebel.
Das Problem: Die Zusage ist zum Teil zeitlich begrenzt. „Uns rennt die Zeit davon“, sagt Petra Schiebel.
Deshalb gehen die Schiebels jetzt in die Öffentlichkeit - was sie eigentlich vermeiden wollten. „Wir wollen nicht als Bittsteller dastehen“, betonen Petra und Klaus Schiebel. Ein neues Fahrzeug sei aber wichtig, um die Unabhängigkeit zu behalten. „Einen Fahrdienst müssten wir mindestens vier Tage vorher bestellen“, sagt Klaus Schiebel.
Selbst annehmen dürfen die Eltern keine Spenden. Deshalb sind sie dem Verein „Mobil mit Behinderung“ beigetreten, der das Geld entgegennimmt und auch Spendenbescheinigungen ausstellen darf.
Wer helfen möchte, spendet an das Konto von „Mobil mit Behinderung e.V.“ bei der Bank für Sozialwirtschaft (IBAN DE41 6602 0500 0008 7113 00; BIC: BFSWDE33KRL), Stichwort „Torben“.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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