Ein Mausoleum für den Kaffee-Magnaten Schmidt

Seit 1964 im Besitz der Stadt Buchholz: 
das Mausoleum für Clara und Richard Schmidt 
an der Parkstraße
  • Seit 1964 im Besitz der Stadt Buchholz:
    das Mausoleum für Clara und Richard Schmidt
    an der Parkstraße
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Im Buchholzer Stadtpark steht das monumentale Grabmal für Richard und Clara Schmidt

os./nw. Buchholz. Warum steht mitten im Park dieser Backsteinbau? Diese Frage stellt sich in Buchholz mancher Passant und Wanderer, wenn er, dem Heidschnuckenweg folgend, den Stadtpark an der Parkstraße erreicht hat. Die Antwort auf diese Frage hat mit der Geschichte von Buchholz und einem Wohltäter zu tun. Bei dem von dem Hamburger Architekten Herbert Schneider entworfenen Gebäude handelt es sich um ein Mausoleum. Es wurde 1935 für den Hamburger Richard Schmidt errichtet.
Der Kaffee-Magnat hatte in der Hansestadt erfolgreich sein Unternehmen betrieben. Mit seiner Frau Clara war er nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nach Buchholz gezogen und hatte die nach ihrem Erbauer genannte Villa Rüther samt umliegendem Park und angrenzender Areale - den heutigen Stadtwald - erworben. Schmidt erwies sich danach als großer Förderer des Buchholzer Vereinslebens. Die Trauer in der damals rund 2.700 Einwohner zählenden Gemeinde muss deshalb groß gewesen sein, als der Mäzen am 15. Mai 1933 im Alter von 68 Jahren starb. Zwei Jahre später wurde sein Leichnam umgebettet und im neuen Mausoleum in seinem Park zur letzten Ruhe gebettet.
Elf Jahre nach ihrem Ehemann, am 30. März 1944, starb Clara Schmidt. Sie hinterließ ein umfangreiches Testament, in dem sie auch die Gemeinde Buchholz berücksichtigte. Buchholz erbte große Teile des Parks, 100.000 Reichsmark und die Villa Kaffee-Schmidt. Das Vermächtnis war mit zahlreichen Auflagen versehen. So bestimmte Clara Schmidt, dass die Gemeinde Buchholz auf dem Grundstück entweder ein Kreishaus oder ein Krankenhaus errichten solle. Die Erschließung solle nicht über die Parkstraße, sondern über die Steinbecker Straße erfolgen. Die Häuser sollten den Namen „Richard-Schmidt-Haus“ beziehungsweise „Richard-Schmidt-Krankenhaus“ tragen. Der Rest des Waldes solle erhalten werden. Die Geschichte ging einen anderen Weg: Statt Buchholz wurde Winsen Kreisstadt, der Kreis baute sein Krankenhaus auf einem eigenen Grundstück neben dem Stadtpark.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte die Stadt Schmidts Erben Grundstücke ab: Der Stadtwald und seit 1964 auch das Mausoleum, in dem die Eheleute Schmidt ruhen, gehören heute der Stadt Buchholz. Das Mausoleum ist nicht die einzige Erinnerung an den Buchholzer Wohltäter. Seit den 1950er Jahren heißt die Verbindung von der Steinbecker Straße zum Schützenplatz "Richard-Schmidt-Straße". Das Vermächtnis von Clara Schmidt hatte sich doch noch erfüllt - wenn auch anders als geplant.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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