Rettungshunde im Landkreis Harburg:
Kein Platz zum Trainieren? Jäger helfen
- Training mit Buchholzer Schülern im Wald: Schäferhund Basko hat ein Kind im Wald gefunden und das Barbara Weiß angezeigt
- Foto: pöp
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Verschiedene Rettungshundestaffeln im Landkreis Harburg schlugen kürzlich Alarm: Es werde immer schwieriger, geeignete Gebiete für das Training zu bekommen, klagt unter anderem Barbara Weiß von der Rettungshundestaffel Hamburg, die auch im Landkreis Harburg im Einsatz ist. Auch andere ehrenamtliche Hundestaffeln haben diese Schwierigkeiten.
Das Problem: Flächensuchhunde durchstreifen bei der Suche nach Menschen - anders als die bekannteren Mantrailer - ohne Leine große Waldgebiete. Sie benötigen für die Suche keinen Geruchsträger des vermissten Menschen, weil sie jedes menschliche Leben in ihrem Suchgebiet anzeigen. Dadurch sind sie in großen, ansonsten menschenleeren Gebieten meist schneller.
Obwohl der Rettungshund immer in Kontakt mit seinem Hundeführer ist und von diesem gelenkt wird, entfernt er sich manchmal weit und kann bei der Suche auch Wild aufscheuchen. "Wir haben großes Verständnis dafür, dass das in der Brut- und Setzzeit ein Problem ist", sagt Weiß. "Aber auch außerhalb dieser Zeit bekommen wir immer seltener die Erlaubnis durch die örtlichen Jäger, im Wald zu trainieren." Gerade kürzlich habe man wieder ein Suchgebiet verloren.
Beim übergeordneten Verband, der Jägerschaft im Landkreis Harburg, ist man erstaunt: "Von diesem Problem höre ich zum ersten Mal", sagt Öffentlichkeitsbeauftragter und ehrenamtlicher Wolfsberater Bernard Wegner. "Ich verstehe nicht, warum man die Rettungshundestaffeln nicht unterstützt. Sie machen eine wichtige Arbeit."
Wegner fand sogleich eine pragmatische Lösung: Man könne in seinem eigenen Revier trainieren. "Ich kann den Staffeln anbieten, Kontakt mit mir aufzunehmen. Mir fallen auf Anhieb zwei Reviere ein in denen ein solches Training möglich ist. Ich werde das auch bei den anderen Jagdpächtern nochmal thematisieren und versuchen, auch andere zu überzeugen."
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