„Viele Hürden genommen“

"Wir haben angepackt und gebetet", sagte Pfarrer Oliver Holzborn (li.). Am Sonntag wurde die renovierte St. Petrus-Kirche während eines Festgottesdienstes eingeweiht. Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger (Mitte) segnete im Beisein der Messdiener Bastian Kruskop und Anton Stapmanns unter anderem den Altar
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  • "Wir haben angepackt und gebetet", sagte Pfarrer Oliver Holzborn (li.). Am Sonntag wurde die renovierte St. Petrus-Kirche während eines Festgottesdienstes eingeweiht. Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger (Mitte) segnete im Beisein der Messdiener Bastian Kruskop und Anton Stapmanns unter anderem den Altar
  • Foto: Anya Zuchold
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Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger segnet neuen Altar der St. Petrus-Kirche / Umbau ist abgeschlossen.

mum. Buchholz. „Brot ist wichtig, die Freiheit ist wichtiger, am wichtigsten aber die ungebrochene Treue und die unverratene Anbetung.“ Dieses Zitat, des von den Nazis ermordeten Jesuiten-Paters Alfred Delp, hatte Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger am Sonntag als Leitwort für seine Predigt bei der Einweihung der renovierten St. Petrus-Kirche in Buchholz gewählt. Wie berichtet, hatte die Kirchengemeinde rund eine Million Euro in die aufwendige Um- und Neugestaltung des Innenraums der Kirche sowie der Büroräume investiert. Finanziert wurde das Projekt mit großer Unterstützung des Bistums Hildesheim, des Bonifatius-Werkes und der Gemeinde selbst. Diese bildet seit November 2014 eine Pfarrei mit den Kirchengemeinden Herz Jesu in Tostedt und St. Marien in Egestorf.
Im Mittelpunkt des festlichen Gottesdienstes stand die Altarweihe mit vielen Zeichen und Symbolen. So wurde ein kleines Kästchen mit den Reliquien zweier Heiliger in den Altar eingemauert. Zudem wurde der Altar mit Weihwasser besprengt und mit Öl gesalbt. Schließlich entzündete der Bischof Weihrauch auf der Altarplatte.
„Der Altar steht für das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat“, so Weihbischof Schwerdtfeger in seiner Predigt. „Aber er ist kein bequemer Tisch, um den sich heute die Gemeindemitglieder versammeln, sondern auch Stein des Anstoßes. Das Opfer Christi, sein Leben und sein Sterben am Kreuz, sollen auch heute die Menschen herausfordern, in der Liebe zu den Nächsten zu wachsen.“
Mit der Einweihung der Kirchenräume geht für die katholische Petrus-Gemeinde auch eine Zeit des Reisen vorüber. Gut sechs Monate waren die Kirchenmitglieder in der evangelischen Paulus-Kirche zu Gast. Pastor Andreas Kern überbrachte Grüße und Glückwünsche seiner Gemeinde. „Wir sind enger zusammengerückt und wir haben uns besser kennen- und schätzen gelernt“, so der Pastor.
Während des anschließenden Empfangs im Gemeindehaus dankte das Leitungsteam im Namen der ganzen Gemeinde den Mitgliedern des ehrenamtlichen Bauausschusses für sein großes Engagement. „Viele Hürden mussten genommen, so manches überraschendes Problem gelöst werden“, so Pfarrer Oliver Holzborn.
Großen Applaus erhielt Architekt Marcus Lechelt (Studio b2 in Brackel) für seinen Einsatz bei der Realisierung des Bauvorhabens. „Das waren spannende Monate“, so Lechelt. Unter anderem mussten Herausforderungen im Untergrund des Bürotraktes bewältigt werden. Zudem stellte sich heraus, dass im Altarraum eine Bodenplatte fehlte und ein Seitenschiff zwei Dächer hatte. „Kaum jemand hätte geglaubt, das sowohl der Zeitplan, als auch das Budget eingehalten werden. Aber es ist gelungen“, so Lechelt. Auffälligste Neuerung im Kirchenraum ist eine neue Decke, die für eine deutlich bessere Akustik und ein schönes Raumgefühl sorgt. Zudem ist der Innenraum nun mit Licht durchflutet und es stehen 48 Sitzplätze mehr für Gottesdienst-Besucher zur Verfügung.
Am Ende dankte Pfarrer Holzborn der ganzen Gemeinde für das große Engagement. „Viele haben mit angepackt, viele gespendet und noch mehr für das Gelingen gebetet.“

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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