Furimugan übernimmt in Buchholz
Neue Chance für das Canteleu Quartier
- Die Bahnhofstraße soll in ein attraktives Stadtquartier umgebaut werden
- hochgeladen von Oliver Sander
os. Buchholz. Neuigkeiten beim Canteleu Quartier in Buchholz, der ambitionierten Neugestaltung und Aufwertung der Bahnhofstraße: Das Hamburger Projektentwicklungs- und Bauträgerunternehmen Furimugan will das Projekt, das 2014 von der Buchholzer Firma terra Real Estate angeschoben worden war (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach), zu Ende bringen. Dafür habe man alle Grundstücke in dem etwa 21.600 Quadratmeter großen Plangebiet in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof gekauft, berichtet Furimugan-Projektentwicklerin Banu Basak. "Wir wollen Leben in die Bahnhofstraße bringen", erklärt Basak.
Wie berichtet, hat es seit 2014 verschiedene Anläufe gegeben, das Canteleu Quartier umzusetzen. Nach den letzten Planungen - damals noch unter der Ägide von terra Real Estate und dem Hamburger Partnerunternehmen "Köhler & von Bargen" - war der Bau von 240 Wohneinheiten größtenteils in Mikrowohnungen sowie die Ansiedlung von Handel, Gastronomie und Gewerbe vorgesehen.
Der neue Projektentwickler Furimugan will den Schwerpunkt dagegen auf das Thema Gesundheit setzen. Auf Grundlage des gültigen Bebauungsplans habe man sich mit den Gegebenheiten in der Bahnhofstraße sowie "nutzerspezifischen Nutzungskonzeptionen" befasst, erklärt Geschäftsführer Sinan Külünk. Vorgesehen sind demnach eine Seniorenresidenz mit stationärer und ambulanter Pflege, ein Ärztehaus mit Apotheke und ein Sanitätshaus. Geplant würden zudem Mikrowohnungen und gefördertes Wohnen, ein Nahversorger und "diverse Gastronomieflächen". Den Schwerpunkt auf Wohnen zu legen, sei wirtschaftlich nicht darstellbar, erklärt Projektentwicklerin Basak.
Man sei sich bewusst, dass das Canteleu Quartier ein ambitioniertes Vorhaben sei, betont Banu Basak. Es werde auch das größte von Furimugan sein, das seit etwa fünf Jahren besteht. Zuletzt realisierte das Unternehmen den Umbau eines Bürogebäudes in ein Hotel am Mühlendamm in Hamburg. Durch die Recherche vor Ort und Gespräche u.a. mit der Kassenärztlichen Vereinigung sei man optimistisch, mit der Gesundheit den richtigen Schwerpunkt zu haben. Der erste Bauantrag solle im ersten Quartal 2022 eingereicht werden. "Wir wollen mit dem geförderten Wohnraum anfangen", erklärt Banu Busak. Die Fertigstellung der jeweiligen Bauabschnitte sei für die Jahre 2023 bis 2025 vorgesehen. Übrigens: Die Firma terra Real Estate mit ihrem Geschäftsführer Andreas Tietz soll das Projekt weiter beratend begleiten.
Wie sieht die Stadt Buchholz die Entwicklung? "Es sieht gut aus, dass es gelingt", erklärt Baudezernent Stefan Niemöller auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Die bisher angekündigte Nutzung entspreche dem gültigen Bebauungsplan. Deshalb müsse sich die Politik nicht mehr damit beschäftigen. "Sollte es noch zu maßgeblichen Änderungen in der Planung kommen, würden wir den Stadtrat selbstverständlich einbinden", betont Niemöller. Man warte jetzt auf den Bauantrag von Furimugan. Übrigens: Für den Bau eines Seniorenwohnheims gibt es bereits einen positiven Bauvorbescheid. Aber auch für diese Nutzung bedarf es eines Bauantrags.
Redakteur:Oliver Sander aus Buchholz |
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