Die Bienenbotschafter
Blick für die kleinen Wunder schärfen

Die engagierten "Bienenbotschafter" nach einer ihrer Pflanzaktionen
  • Die engagierten "Bienenbotschafter" nach einer ihrer Pflanzaktionen
  • Foto: Sabine Wolansky
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim/nw. Holm-Seppensen. Den Blick wieder stärker für die kleinen Wunder unserer Erde schärfen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig und wunderbar eine summende Natur mit all ihrer Vielfalt ist, das ist das Ziel der "Bienenbotschafter". Seit Anfang 2018 ist die ehrenamtliche Initiative aus Holm-Seppensen mit viel Energie, Spaß und Einsatz dabei, die Lebenssituation der Insektenwelt im Ort zu verbessern, die sich u.a. durch zunehmenden Flächenverbrauch, den Einsatz von Pestiziden und Monokulturen verschlechtert.
„Die Summe der Privatgartenflächen ist größer als die Summe der Naturschutzgebiete in Deutschland und es gilt, dieses unglaubliche Potential zu nutzen. Ein Garten ist auch ein Ausdruck der eigenen Individualität und kreativen Kraft. Und da gibt es sicher mehr als quadratisch, praktisch und täglich kurzgemäht“, sagt die Initiatorin Bärbel Schmidt, die im Imkerverein Buchholz den Posten der Bienenweide-Obfrau innehat. „Aber über die Honigbienen müssen wir uns nicht wirklich Sorgen machen. Die haben eine gute Lobby, den Imker und einen großen Flugradius. Da geht es den Wildbienen und den weniger gesehenen oder geliebten Insekten schon deutlich mehr an den Kragen.“
Auf ihre Stammcrew von zehn bis 15 Mitstreitern kann sich Bärbel Schmidt stets verlassen. „Gemeinsam haben wir mit Mitbürgern, aber vor allem mit den Kindern der örtlichen Kindergärten und der Mühlenschule bisher an die 1.000 Quadratmeter regionale Wildblumensaat ausgesät, über 100 heimische, insektenfreundliche Sträucher gepflanzt und 9.000 Wildkrokusse gesetzt. Fünf selbstgebaute große Nisthilfen werden zurzeit durch die ersten Wildbienen besiedelt und nach dem extrem trockenen vergangenen Jahr hoffen wir auf bessere Keim- und Wachstumsbedingungen", sagt sie.
Die Bienenfreunde bringen ihre Botschaften in selbstorganisierten Flyerverteilaktionen unter die Leute und erhalten viel positive Resonanz, u.a. in Form von Spenden und Unterstützung. Und sie haben auch sonst einiges bewegt: „Sehr viele Menschen machen sich Gedanken, wie sie selbst in ihrem Garten oder am Straßenrand etwas pflanzen können, das Hummeln, Schmetterlinge sowie Wild- und Honigbienen glücklich macht. Und dann einfach schauen und staunen“, empfiehlt Bärbel Schmidt, die schon wieder die nächsten Pläne schmiedet. „Der Umweltpreis der Stadt Buchholz, den wir 2018 gewonnen haben, hat uns noch mal bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und weitermachen. Jede Blüte zählt!“
• Wer mit den Bienenbotschaftern in Kontakt treten möchte, die bereits seit vergangenem Jahr auch mit einer regelmäßigen kleinen Kolumne im WOCHENBLATT vertreten sind, kann das demnächst über die Internetseite www.bienenbotschafter-holm-seppensen.de tun oder auf dem Kunst- & Landmarkt am 12. Mai in Seppensen am Infostand vorbeischauen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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