Dirndl und Lederhose - So vermeiden Sie jeden Fauxpas

In den vergangenen Jahrzehnten war es der südlichen Folklore und dem Oktoberfest geschuldet, dass die historischen Trachten Bayerns sich in ganz Deutschland durchsetzen konnten. Gerade in Norddeutschland ist es interessant, einen Blick auf die unterschiedlichen Fettnäpfchen zu werfen, die das Anlegen der Tracht beim Besuch eines Volksfests mit sich bringen kann. Wir klären Sie über die wichtigsten Punkte auf.

Die Dirndl-Schleife

Die breite Schleife eines Dirndls ist weit mehr, als nur eine schmucke Verzierung des Outfits. In den vergangenen Perioden deutete sie auch den Beziehungsstatus der Trägerin an. Wer nicht lange über die richtige Bindung nachdenkt, verliert womöglich manche Gelegenheit des "Anbandelns" aus den Augen oder kann sich nicht vor den unerwünschten Avancen anderer Festbesucher retten.

Eine von links gebundene Schleife deutet bis heute auf den Stand der Ledigen hin. Hier können sich herannahende Männer also noch Hoffnungen machen. Ist die Schleife von rechts gebunden worden, deutet dies auf die vorherige Heirat hin. Stilvoll befestigt wird die Dirndlschleife im Übrigen von der sogenannten Dirndlspange.

Hier gelangen Sie zur Website, wo eine besonders große Auswahl solcher Angebote vorhanden ist.

Doch nicht nur die beiden vorgestellten Optionen stehen bei der Bindung des Dirndls zur Verfügung. Nach alter Tradition deutet eine vorn in der Mitte gebundene Schleife darauf hin, dass die Trägerin noch Jungfrau ist. Die hinten mittig angebrachte Schleife war wiederum das Kennzeichen einer Witwe, ist heute jedoch weit weniger gebräuchlich, als die anderen Varianten.

Vorsicht vor neuen Modellen

Wer nicht mit der Tradition des Dirndls vertraut ist, kann sehr schnell in unpässliche Situationen geraten. So werden aktuell die aufkommenden Mini-Dirndl immer wieder als reales Vorbild betrachtet. Wer jedoch im traditionell angehauchten Festzelt wirklich punkten möchte, sollte zu einem der klassischen Modelle greifen, die nichts mit einem Mini-Rock gemeinsam haben.

Um wirklich ein vollständiges Outfit auftragen zu können, darf auch die wichtige Schürze nicht fehlen. Ein wichtiger Schürzen-Fauxpas, der ebenfalls umgangen werden sollte, betrifft die Länge. Denn Dirndl und Schürze schließen typischerweise auf genau der gleichen Länge ab und ergeben dadurch ein gleichförmiges und akkurates Bild.

Damit kann der Trachten-Look als vollendet angesehen werden


Die Fehler der Männer

Weiterhin ist zu betonen, dass auch die Männerwelt hin und wieder Fehler begeht, was die Tracht angeht. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass etwa das darunter liegende Hemd langärmlig

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass etwa das darunter liegende Hemd langärmlig sein sollte.

 In der Folge werden die Ärmel nach oben gekrempelt, anstatt gleich zur kürzeren Variante zu greifen. Der Kragen des Trachtenhemds ist nach Meinung der Experten ebenfalls nie ganz zu schließen. Der lockere Wiesn-Look kommt dadurch zustande, dass oben noch etwas Luft vorhanden ist.

Wer zudem mit den traditionellen Schuhen ausgestattet ist, muss diese nicht in Kombination mit langen Socken tragen. Stattdessen empfiehlt es sich, zu kurzen Socken zu greifen oder gar barfuß in die Schuhe zu schlüpfen. Zwischen Fuß und Wade ist bei der traditionellen Lederhose etwas Haut zu sehen. Die Hose selbst ist zudem lieber etwas zu eng, als zu weit. Denn Ziel des zähen Materials ist es, eine schöne Form zu machen. Kommt es zu unangenehmen Spannungen, so kann der Komfort im Laufe der Zeit noch wachsen. Denn nach ein paar Tagen gibt das Material etwas nach und passt sich auf diese Weise der Körperform an.

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