16.000 Euro für die Gema: Die teuerste Party aller Zeiten in Buxtehude

Das Altstadtfest in Buxtehude hat ein 16.000 Euro teures Nachspiel
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  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Buxtehude. Zwischen dem Altstadtverein und der Gema könnte es zu einem Gerichtsstreit kommen: Die Gema fordert 16.000 Euro, unterteilt in Urhebergebühren und eine saftige Strafzahlung, vom Altstadtverein. Der findet diese Forderung zu hoch. Beide Parteien haben sich einen Anwalt genommen. Die Situation ist verfahren.

Das Problem: Mit diversen Grundsatzurteilen im Rücken berechnet die Gema bei Stadtfesten die Gebühren bezogen auf die Gesamtfläche einer Veranstaltung. Beim Buxtehuder Altstadtfest ist die Gema so auf rund 13.000 Quadratmeter gekommen. Dass es nur zwei Bühnen gab, mitten im Getümmel von der Musik nichts zu hören war, spielt keine Rolle. "Grundsätzlich hat jeder Besucher die Möglichkeit, vor der Bühne der Musik zuzuhören", erklärt Gema-Sprecherin Gaby Schilcher. Daher sei der hohe Stadtfest-Tarif gerechtfertigt. Dass Buxtehude bislang nicht so viel zahlen musste erklärt die Gema-Sprecherin damit, dass die Angaben der Estestadt jetzt erstmals überprüft wurden. Die Flächenregelung gelte seit rund drei Jahren.
Von der Forderung wurde der Altstadtverein laut Peter Schmidt kalt erwischt. Hinzu kam, dass eine Mitarbeiterin überraschend verstorben war. Das Stadtfest ging über die Bühne, die 8.000 Euro wurden nicht bezahlt.

Dass die Gema ohne zu zögern die selbe Summe als Strafe aufschlägt, Fläche und potentielle Besucherzahl ermittelt, findet Schmidt überzogen. Auch der Versuch, eine gütliche Einigung zu finden, scheiterte nach Angaben des Vereinschefs. Eine Härtefallregelung greife nur, so die Gema-Sprecherin, wenn zum Beispiel mieses Wetter für ganz schlechte Besucherzahlen sorge.

Dass der Altstadtverein sich gegen die horrende 16.000-Euro-Rechnung wird wehren können, ist eher unwahrscheinlich. Ob der Streit vermeidbar gewesen wäre? Zumindest gibt sich Gema-Sprecherin Schilcher grundsätzlich bei solchen Auseinandersetzungen gesprächsbereit: "Man muss nur rechtzeitig mit uns reden."
In Stade gibt es solche Auseinandersetzungen nicht: "Aktuelles Stade" als Veranstalter der großen Events, zahlt die hohen Gema-Gebühren. Als Grundlage dient eine Altstadt-Fläche, berechnet von der Stadtverwaltung, von rund 15.000 Quadratmetern. 7.000 Euro hat die letzte Altstadtfest an Gema-Gebühr gekostet. Teuer finden allerdings auch die Veranstaltungsmacher aus der Nachbarstadt die Zahlungen, ohne die keine öffentliche Party stattfinden kann.

Autor:

Tom Kreib

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