Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Leonie Jonasson macht ihr FSJ in Tansania: Nur zwei Straßen vom Indischen Ozean entfernt

Gemeinsam mit Schülerinnen räumen die Freiwilligen in Bagamoyo auf Fotos: Leonie Joansson
 
Leonie Joansson (2 v.li.) mit anderen FSLlern während der Startwoche zum Sprachenlernen
Leonie Jonasson berichtet über ihre ersten Wochen im Freiwilligendienst in Tansania

tk. Buxtehude. Leonie Jonasson (19) ist am 25. August in das größte Abenteuer ihres bisherigen Lebens aufgebrochen. Sie absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Tansania. Sie arbeitet in einem Frauenhaus in der Küstenstadt Bagamoyo (das WOCHENBLATT berichtete). Wie ist es Leonie in den ersten Wochen ergangen? Für die WOCHENBLATT-Leser berichtet sie über ihr neues Leben in Ostafrika.

Die erste Woche, erzählt die Buxtehuderin, verbrachte sie mit anderen Freiwilligen in der Millionen-Metropole Dar es Salaam. Jeden Tag stand intensiver Sprachunterricht in Kisuaheli auf dem Stundenplan. Einkäufe auf dem Markt und Touren mit den lokalen Nahverkehrsmitteln, Kleinbusse namens "Daladala", ließ die Gruppe in eine andere Welt als die gewohnte europäische eintauchen.

Schließlich ging es für Leonie und ihre Mitstreiterin Philippa nach Bagamoyo. "Unsere Chefs vor Ort helfen uns, wo sie nur können", freut sich die Buxtehuderin über das herzliche Willkommen. Sie hätten den Neuankömmlingen viel gezeigt und erzählt. "Die Geschichte des Sklavenhandels war für uns interessant und schockierend zugleich", sagt Leonie.
Dass es in Ostafrika so ganz anders als im heimatlichen Buxtehude ist, wurde sehr schnell  klar. An die Regel "von zwölf bis drei sonnnenfrei, sollte man sich unbedingt halten", berichtet Leonie. Der Indische Ozean  liegt nur zwei Straßen von ihrem Zuhause auf Zeit entfernt. "Das Wasser ist so warm, dass es schon fast keine Abkühlung mehr ist", sagt Leonie. Der Blick durch die Palmen auf den Ozean sei jedes Mal noch eine Riesenfreude.

Die anfängliche Sorge, dass die Frauen aus Deutschland in dem muslimisch geprägten Land nur mit  langen Kleidungsstücken durch die Hitze spazieren können, hat sich als unbegründet erwiesen. "Hier kann jeder tragen, was er möchte", so die FSJlerin. Frauen würden traditionelle Kleidung ebenso wie westlich kurzgeschnittene Sachen tragen. 
Was die Freiwillige nach der ersten Zeit beeindruckend und sehr erfreulich findet: "Muslime und Christen leben hier friedlich miteinander."

Bei allem, was der jungen Buxtehuderin positiv auffällt - es gab auch ein Negativerlebnis: Als sie am ersten Abend in Bagamoyo mit einer Gruppe Freiwilliger von sechs Leuten vom Essen zur Unterkunft zurückging, versuchten zwei Männer, einer der jungen Frauen die Tasche zu entreißen. Das Opfer wurde dabei leicht verletzt. die anderen jungen Leute waren geschockt. "Man sollte seine Umgebung im Blick behalten", zieht Leonie als Lehre. Sie betont aber auch: "Das war eine absolute Ausnahme. Eigentlich sind alle Menschen hilfsbereit und freundlich."
"Philippa und ich sind jetzt allmählich richtig in unserer neuen Heimat angekommen", resümiert Leonie. Das WOCHENBLATT wird weiter berichten, was sie in Tansania erlebt.
• Leonie Jonasson ist für ihren Freiwilligendienst noch auf Spenden angewiesen. Das "weltwärts"-Programm an dem sie teilnimmt, wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert und schreibt vor, dass die Freiwilligen 2.800 Euro an Spenden selbst aufbringen müssen. Leonie wird über ihr neues Leben unter www.exploringleonie.wordpress.com berichten.

Das Spendenkonto: DE95 2415 1235 0028 2373 45 (Sparkasse Rotenburg-Bremervörde Kontonummer 0028237345). Spendenbescheinigungen werden vom IB Kassel erstellt.
Kontakt: leoniejonasson@googlemail.com