Seltene Auszeichnung: Dirk Ludewig mit Verdienstkreuz erster Klasse geehrt
- Dirk Ludewig (Mitte) mit Bürgermeister Mike Eckhoff (li.) und Landrat Kai Seefried
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Der pensionierte Lehrer Dirk Ludewig ist mit dem Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Kai Seefried nahm die Aushändigung am Samstag im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen eines Festaktes in der Drochterser Kulturscheune vor.
Das Verdienstkreuz erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird ausschließlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich in außergewöhnlicher Weise um das Gemeinwesen verdient gemacht haben. Im Landkreis Stade ist dieser Orden zuletzt vor 22 Jahren und damit fast vor einem Vierteljahrhundert verliehen worden. Empfänger war damals der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und langjährige AWO-Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt aus Buxtehude.
Einsatz für andere Menschen
„Diese heutige Ehrung würdigt eben nicht nur Erfolge und Leistungen. Sie würdigt vor allem Haltung. Sie würdigt den Einsatz für andere Menschen, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und das Bestreben, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten“, sagte der Landrat. „Nicht fragen, worauf es jetzt gerade ankommt – sondern einfach machen“, beschrieb er die Haltung von Dirk Ludewig.
- Dirk Ludewig mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
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Der 80-jährige ehemalige Lehrer hatte bereits im April 2012 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Damit wurde ihm die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland für gesellschaftliches Engagement verliehen. „Nach der Ehrung im Jahr 2012 war aber eben nicht Schluss, sondern es ging weiter – immer für die Menschen und dabei ganz besonders für die Kleinsten und Jüngsten und auch für die Ältesten in unserer Gesellschaft“, sagte Kai Seefried.
Dirk Ludewig zeige beispiellosen Einsatz – „ein Einsatz, der das Leben so vieler Menschen bereichert und die Gemeinschaft in Drochtersen, aber auch in unserem gesamten Landkreis, erheblich stärkt“, wie der Landrat hervorhob. Der Geehrte sei ein Mensch, „dessen Name in Kehdingen und im gesamten Landkreis Stade seit Jahrzehnten für Gemeinsinn, Tatkraft und Lebensfreude steht“. Dirk Ludewig sei jemand, „der wie kaum ein anderer gezeigt hat, was bürgerschaftliches Engagement bewirken kann“.
Vielfältiges Engagement
Dirk Ludewig engagiert sich seit vielen Jahrzehnten im Bereich des Sports, der Kultur und der Kommunalpolitik. Seit 1975 ist er Vorstandsmitglied des Turnvereins Germania von 1897. 22 Jahre war er zweiter Vorsitzender und übt seit 2014 den Vorsitz aus. Neben den satzungsgemäßen Aufgaben für den Kinder- und Jugendsport engagiert er sich besonders im Bereich der Leichtathletik. Dazu kommen aber auch digitale Sportangebote, die Kindermaskeraden, das Drachenfest oder das Hüpfburgen-Festival. 1975 war Dirk Ludewig Mitbegründer der Leichtathletik-Gemeinschaft Kehdingen. Über 25 Jahre wirkte er dort als Vorsitzender und Trainer. Er widmete sich dem Breiten- und Leistungssport mit Kindern.
- Akustik Remembaa spielte Livemusik
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Im kommunalpolitischen Bereich ist Dirk Ludewig seit 1976 und damit in diesem Jahr 50 Jahre Mitglied im Rat der Gemeinde Drochtersen. „Im Landkreis Stade gibt es aktuell niemanden, der das erreicht hat und landesweit sind es gerade einmal acht Menschen, die auf eine solche Zeit im politischen Ehrenamt blicken können“, sagte Kai Seefried. Von 1986 bis 1996 war und seit 2016 ist Dirk Ludewig ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Drochtersen. Von 1996 bis 2001 gehörte er dem Kreistag des Landkreises Stade an.
Unzählige Feste und Veranstaltungen sind fest mit ihm verbunden, gehen auf seine Initiative zurück und werden nicht selten bis heute durch ihn organisiert – von den Kinder-Kulturtagen und der Aktion Ferienspaß über den Kunstmarkt und das Blütenfest bis hin zum Radler- und Skatertag. Als Stadionsprecher im Kehdinger Station, Initiator des Repair-Cafés und Entertainer bei diversen Veranstaltungen des DRK-Ortsvereins hat sich Dirk Ludewig ebenfalls einen Namen gemacht. Der ehemalige Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch bezeichnete ihn einmal als den „Thomas Gottschalk des Landes Kehdingen“. Dieses Bild beschreibe treffend seine besondere Fähigkeit, Menschen zu begeistern und mitzunehmen, sagte der Landrat.
Beste Wünsche
Die Gemeinde Drochtersen richtete den Festakt in der Kulturscheune aus. Bürgermeister Mike Eckhoff hob das mannigfaltige Wirken des Geehrten hervor: „Ich freue mich, dass Dirk weiterhin so fit ist und – wie er betont – nicht müde ist und daher weitermachen wird!“ Weitere Dankesworte sprachen die Landtagsabgeordnete Corinna Lange und der Präsident der Spielvereinigung Drochtersen/Assel, Rigo Gooßen.
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