Bewegte Schuljahre erlebt
Marschachter Schulleiter Klaus Bodendieck geht in den Ruhestand

Im Büro des Schuldirektors: der aus dem Amt scheidende Klaus Bodendieck (li.) und sein vorläufiger Nachfolger Eberhard Frank
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ce. Marschacht. An der Wand in seinem Büro hängt ein großes Foto von einer Segel-Idylle auf offenem Meer. Auf solch "ruhiges Fahrwasser" freut sich der passionierte Skipper Klaus Bodendieck (64), wenn er am Freitag, 28. Januar, als Oberschuldirektor der Marschachter Ernst-Reinstorf-Schule (ERS) in den wohlverdienten Ruhestand geht. 
Der Ausbruch der Corona-Pandemie habe - so Bodendieck - an der ERS für "heftige Turbulenzen" gesorgt, auch weil nahezu gleichzeitig die offene Ganztagsschule in Marschacht eingeführt wurde. "In den letzten beiden Jahren wurde mir noch einmal die gesamte Bandbreite an Führungsqualitäten abverlangt."
Bevor er Leiter der Oberschule mit einem eigenen gymnasialen Zweig in der Elbmarsch wurde, war der gebürtige Winsener 22 Jahre lang Rektor an der Grund- und Hauptschule (GHS) Hittfeld. "Ich habe Biologie, Chemie und Physik studiert und wollte diese Fächer auch gerne noch mal unterrichten. Dies war an der GHS nicht möglich, weshalb ich mich dann um den Direktorposten an der ERS bewarb", erklärt der Pädagoge gegenüber dem WOCHENBLATT. In der Elbmarsch unterrichtete er in erster Linie Technik und Werken, konnte aber auch das Wissen in seinen Studienfächern an die Schüler weitergeben.
Als wichtigste Projekte in seiner Zeit als ERS-Leiter sieht Klaus Bodendieck neben der Einführung der Ganztagsschule die umfassende Digitalisierung. "Sie war gerade in der Pandemie für den Schulbetrieb sehr hilfreich. So konnten und können wir beispielsweise aus dem Unterricht heraus für die Schüler im Homeschooling streamen", nennt Bodendieck einen großen Vorzug. 
Seine Geschäfte als Leiter der vierzügigen ERS mit ihren über 400 Schülern übernimmt vorerst der jetzige Konrektor Eberhard Frank, bis ein offizieller Nachfolger gefunden ist. "Bislang wurde die Stelle durch das Regionale Landesamt für Schule und Bildung in Lüneburg aus welchen Gründen auch immer noch nicht neu ausgeschrieben", bedauert Klaus Bodendieck. 
Mit einem weinenden Auge nimmt er Abschied von den "engagierten Kollegen und den tollen Schülern". Gleichzeitig freut sich der verheiratete Vater zweier Kinder aber darauf, mehr Zeit für die Familie sowie für seine Hobbys Segeln und Reisen zu haben. Ganz nach seinem Lebensmotto: "Man soll die Stunden und die Tage genießen. Wenn irgendwo eine Tür zugeht, öffnet sich anderswo eine neue."

Im Büro des Schuldirektors: der aus dem Amt scheidende Klaus Bodendieck (li.) und sein vorläufiger Nachfolger Eberhard Frank
Der passionierte Skipper Klaus Bodendieck freut sich auch auf Segeltörns im Ruhestand
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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