Starker Rennfahrer: Wilhelm Lathus aus Dierkshausen
Er gibt mit 700 PS Vollgas im Porsche Sports Cup

Nach dem Doppelsieg feierten Wilhelm Lathus (li.) und der zweitplatzierte Peter Stegherr mit der obligatorischen Sektdusche
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  • Nach dem Doppelsieg feierten Wilhelm Lathus (li.) und der zweitplatzierte Peter Stegherr mit der obligatorischen Sektdusche
  • Foto: APC Motorsport Team
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os. Dierkshausen. Selbst eine Operation, bei der er Anfang Juni eine neue Hüfte erhielt, konnte Wilhelm Lathus nicht aufhalten: Jüngst holte der Hobbyrennfahrer aus Dierkshausen (Landkreis Harburg) in Oschersleben seine ersten Siege im Porsche Sports Cup. In beiden 30-Minuten-Rennen setzte er sich nach packenden Duellen gegen seinen ärgsten Konkurrenten Peter Stegherr aus Jettingen-Scheppach (Bayern) durch.
"Die Rennen waren unglaublich spannend", berichtet Wilhelm Lathus. Gerade im zweiten Rennen habe er bis zum Schluss kämpfen müssen, weil Stegherr durch eine veränderte Flügeleinstellung vor allem auf den Geraden mächtig Druck machte. Im Porsche Sports Cup fahren die Teilnehmer in straßenzugelassenen Rennwagen. Das Fahrzeug von Lathus, ein Porsche 991 GT2 RS, hat turboaufgeladene 700 PS und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 360 Stundenkilometern. Die Konkurrenz ist in GT3-Autos mit Saugermotor unterwegs, die vor allem in Kurven Vorteile haben.
Seit 2010 ist Wilhelm Lathus im Besitz der FIA-Fahrerlizenz, die für die Teilnahme im Porsche Sports Cup verpflichtend ist. In zahlreichen Rennen hat er gelernt, sein Fahrzeug auf die jeweiligen Rennstrecken abzustimmen. Jetzt wurde er erstmals belohnt. Sechs Mal pro Jahr investiert Lathus ein komplettes Wochenende für den Motorsport. Dabei hat er in der Woche genug zu tun: Er ist Co-Geschäftsführer einer der größten Broker-Firmen im Agrarsektor. U. a. stellt das Unternehmen ein eigenes Rapsöl her, das seinem Rennauto bei der Konkurrenz den Namen "BONDOR"-Porsche eingebracht hat. Gehalten ist das Fahrzeug in dunkler Lackierung. "Ich liebe Autos und für sie gibt es nur eine Farbe: schwarz", sagt Lathus.
Allein könne man eine solche Rennserie nicht bestreiten, betont Wilhelm Lathus. Sein Dank geht an das APC-Motorsport Team aus Göttingen, das an den Rennwochenenden jeweils zwei Mitarbeiter für ihn abstellt. Zudem sind oft seine Töchter und Enkel vor Ort, um ihn zu unterstützen.
Die Siege in Oschersleben geben Wilhelm Lathus Rückenwind für die nächsten Rennen. Am kommenden Wochenende, 5. und 6. September, ist der Renntross zu Gast auf dem Lausitzring. Lathus freut sich vor allem auf eine ungewöhnliche Premiere: Zum ersten Mal wird beim Porsche Sports Cup ein Nachtrennen ausgetragen. Abgeschlossen wird die Rennserie im Oktober mit Rennen auf dem bekannten Hockenheimring.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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