"Entscheidung nicht zum Wohl der Kinder"

Die Glockenbergschule in Hollenstedt steht derzeit in der Kritik
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Grundschüler in der Kälte stehen lassen: Diverse Leser reagieren auf WOCHENBLATT-Artikel zur Glockenbergschule

mi. Hollenstedt. "Das ist und bleibt ohne Worte." - "Es ist ein Skandal." - "Entspricht das etwa der Sorgfaltspflicht?" - Die Entscheidung, die Grundschule Glockenbergschule auch bei Temperaturen bei bis zu minus 15 Grad nicht vor dem Unterrichtsbeginn zu öffnen, stößt auf heftige Kritik bei den Eltern betroffener Kinder. Diverse Zuschriften erreichten dazu das WOCHENBLATT.
Hintergrund: "Bibbern vor der ersten Stunde" - unter dieser Überschrift berichtete das WOCHENBLATT vergangenen Samstag über einen Vorfall, der sich an der Glockenbergschule zugetragen hat. Hier ließen die Lehrer Kinder bei bis zu minus 15 Grad fast eine halbe Stunde vor der verschlossenen Schule stehen. Der Grund: Die Schule hatte, weil immer wieder schulfremde Personen das Schulgebäude betraten, entschieden, das Schulhaus erst kurz vor Unterrichtsbeginn um 7.40 Uhr zu öffnen. Bis dahin werden die Kinder von einer Frühaufsicht draußen betreut. Auch als das Thermometer auf bis zu minus 15 Grad sank, änderte die Schule drei Tage lang nichts an dieser Praxis.
"Unmenschlich wäre das richtige Wort für dieses Aussperren der Schulkinder. Bei solchen Wetterlagen darf man natürlich auch keine Ausnahmen machen", kommentiert Thomas Reuter aus Hollenstedt das Vorgehen der Schule mit bitterer Ironie. Rüdiger Störtebecker aus Winsen, fragt sich, warum sich die Informanten anonym an das WOCHENBLATT wandten. "Dass ein Beamter sich nur nach Vorschrift verhält und bei 15 Grad minus nicht zum Wohle der Kinder eine andere Entscheidung trifft, spiegelt sich im Beamtentum bis zur höchsten Stelle wieder. Aber dass ein Vater sich nur anonym zu diesem Fehlverhalten zweier Lehrer äußert, macht mich betroffen. Wie will dieser Mann seine Kinder schützen, wenn er schon Angst vor dem Lehrer hat?" Besonders ärgert viele Eltern auch die Rechtfertigung der Schulleitung, so schreibt zum Beispiel Jens Berg aus Wenzendorf: "Entspricht das etwa der Sorgfaltspflicht, die die Schule gegenüber den Kindern hat? Ich glaube nicht! Die Aussage, dass Kinder wegen unangemessener Kleidung frieren würden, zeigt deutlich, auf welches Niveau sich die Schulleitung begibt, um sich zu rechtfertigen. Zum Wohle der Kinder hat die Schule ihren Ermessensspielraum sicher nicht genutzt." Nadine Berg kritisiert vor allem die Informationspolitik der Schule: "Am 3.2. wurden die Eltern per E-Mail über die Schließung informiert. Es war von einer Testphase über zwei Wochen die Rede. Seither gab und gibt es keine weitere Info, ob die Schließung weiterhin besteht." Weiter bezweifelt Nadine Berg auch, dass die Sicherheit der Kinder draußen besser zu gewährleisten sei als im Gebäude. Nadine Berg fragt: "Wo ist das Gesetz, das Kinder vor soviel Ignoranz schützt." Und Carina Renkus aus Hollenstedt schreibt: "Meine Kinder hatten über ihrer normalen Jeans noch eine Schneehose an, Handschuhe, Winterjacke und eine Schlupfmütze! Trotzdem haben sie um diese Uhrzeit noch gefroren. Besonders da sie sich gerade noch von einem grippalen Infekt mit Fieber erholt haben. Die Kinder aus beiden Klassen sind übrigens reihenweise krank geworden, und dazu tat das Aussperren auch das seinige." Die Mutter erklärt, sie habe zunächst nachvollziehen können, warum die Schule das Absperren angeordnet habe, nicht nachvollziehen könne sie allerdings die sture Haltung, die Schließung auch bei schlechter Witterung fortzusetzen. Sie fragt außerdem: "Was ist mit den Kindern, deren Eltern nicht so verantwortungsvoll sind und sich um die richtige Kleidung kümmern?"
Doch es gibt auch andere Stimmen: Hollenstedts ehemaliger Bürgermeister Uwe Rennwald will sich zur Debatte selbst nicht äußern, weist aber daraufhin, dass es noch einen anderen Weg über eine Treppe gibt, so dass niemand durch das Gebäude laufen müsse.
Heinz Kühsel aus Brackel sieht das Versäumnis nicht nur bei der Schule. Er fragt: "Warum fahren die Schulbusse viel zu früh? Warum müssen die Kinder vor ihrer Schule ausharren?" Das sei eine desaströse Organisation, findet der Leser. Gerhard Pahl aus Winsen schreibt: "Ich gebe der Schulleitung vollumfänglich Recht. Aber die aufsichtsführenden Kollegen müssten im Einzelfall Ausnahmen zulassen." Er selbst hätte sich wohl an besagten Tagen über die pauschale Anweisung der Schulleitung hinweggesetzt.
Die ganze Aufregung nicht verstehen kann Stefanie Bachmann-Hradsky aus Regesbostel, sie schreibt: "Einem gut angezogenen Kind kann ein paar Minuten Kälte nichts anhaben, unserer Stubenhocker-Generation tut Draußen-sein eher gut!" Und weiter: "Warum kann man den Lehrkräften nicht einfach die Selbsteinschätzung der Wettersituation zutrauen? Sie sind erfahrene Pädagogen - und schließlich mit den Kindern gemeinsam draußen." Die Vorfälle an der Glockenbergschule haben auch die AfD Hollenstedt auf den Plan gerufen. Die Partei bezeichnet das Vorgehen der Schule als ein "Unding". Die AfD habe deswegen, so teilte AfD-Sprecher Jens Krause mit, für die nächste Sitzung des Schulausschusses eine Befragung der Schulleiterin der Glockenbergschule beantragt. In der Begründung des Antrags heißt es dazu: Vorbehaltlich der Ergebnisse der Befragung sieht die AfD-Fraktion im Verhalten der Schulleitung einen Fall von Kindeswohlgefährdung. Das Verhalten der Schule sei unverhältnismäßig. "Dienstrechtliche Maßnahmen sollten geprüft werden."

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