Warten seit dem Jahr 2017
Spielplatzöffnung in Rahmstorf im Juni?

Regesbostels Bürgermeister Kay Wichmann (2. v. li.) stellte sich der Anwohnerkritik und nannte den weiteren Zeitplan
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bim. Rahmstorf. Das Klettergerüst und die Tore liegen noch immer am Boden, inzwischen hat jemand ein ausgedientes Kettcar dazu gestellt. Es wirkt wie ein Mahnmal vergessener Spielgeräte. Die Anwohner des 4.000 Quadratmeter großen Spielplatzes in der Straße "Zum Sand" in Rahmstorf sind genervt: Sie warten seit Juli 2017 (!) darauf, dass der Spielplatz wieder hergerichtet wird. Und auch im vergangenen halben Jahr hat sich nichts getan. Beim Ortstermin mit dem WOCHENBLATT stellte sich Regesbostels Bürgermeister Kay Wichmann der Kritik der Anlieger und informierte über den weiteren Zeitplan. Demnach rechnet er mit einer Wiedereröffnung des Spielplatzes zwischen Ende Mai und Mitte Juni.
Gerüst nur an die
Seite geschoben

"Das Gerüst liegt über den ganzen Winter da, wurde jetzt nur an die Seite geschoben, und die Fläche wurde mit Sand aufgefüllt. Sonst ist nichts gemacht worden", schimpft Anwohnerin Regine Kowoll. Sie ärgert, dass die zwischenzeitlich schönen Tage nicht genutzt wurden, um die Spielgeräte aufzubauen. Denn die Kinder der Umgebung warten sehnsüchtig darauf, ausgiebig spielen und toben zu können.
Inzwischen sind auf der Fläche tiefe Furchen, weil manche Fahrzeugführer wegen der Baustelle auf der Goldbecker Straße und der Straße Am Berge dort eine Durchfahrt vermuteten, dort wendeten oder sich festfuhren.
Kreis gab schon
2017 Entwarnung

Rückblick: Im Oktober 2016 kam durch WOCHENBLATT-Recherchen heraus, dass eine Teilfläche des Spielplatzes von 1945 bis 1980 als Deponie genutzt wurde. Wie früher üblich, wurde dort von Hausmüll über Bauschutt bis zu Gewerbeabfällen alles mögliche entsorgt. Der Landkreis ließ Bodenproben nehmen und Probebohrungen durchführen. Ergebnis: Im nördlichen Bereich des Spielplatzes befindet sich eine 400 Kubikmeter große Müllablagerung, der Boden dort ist mit Schadstoffverbindungen und Schwermetallen belastet, der Rest nicht. Bereits im Juli 2017 hatte der Landkreis Entwarnung gegegeben, da von der Fläche keine Gefahr ausgehe, und im Sommer 2019 die Genehmigung erteilt, dort wieder einen Spielplatz einzurichten - vorausgesetzt, die Gemeinde lasse den knapp unter der Oberfläche liegenden Müll mit einem halben Meter Erde abdecken oder die Altlast auskoffern und entsorgen.
Altlastensanierung
ist abgeschlossen

Die Altlastensanierung - sprich die Abdeckung mit Füllboden und Mutterboden - sei im Herbst abgeschlossen und im Februar vom Landkreis und vom Gutachter abgenommen worden, wies Bürgermeister Wichmann die Vorwürfe, dass in den vergangenen Monaten nichts geschehen sei, zurück. Die frühere Deponiefläche soll mit insektenfreundlichen Sträuchern bepflanzt werden. Der Rodelberg bleibt erhalten. Allerdings werde es dort keine Seilbahn - wie von den jüngsten Anwohnern gewünscht - geben, weil der Wartungsaufwand zu hoch sei, sagte Wichmann. Auf einem ausgehobenen Viereck sollen die Spielgeräte - das neue Klettergerüst, Wipptiere und eine Schaukel - aufgebaut und baldmöglichst Rasen angesät werden. Auch die Tore würden wieder aufgebaut und die Bank, für die die Anwohner Geld gesammelt haben. Zum Abschluss soll das Gelände wieder umzäunt werden.
Der beauftragte Unternehmer habe gesagt, sobald die Sonne hochsteht, sei der Spielplatz fertig, berichtete Wichmann.
Tempo 30 soll
angeordnet werden

Der Bürgermeister hatte eine weitere Neuigkeit "im Gepäck": Der Rat der Gemeinde Regesbostel habe beschlossen, in der Straße "Zum Sand" Tempo 30 anzuordnen. Das muss nun beim Landkreis beantragt werden.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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