Experten sind sich nicht einig

Ist eine Dämmung des neuen Beckens im Horneburger Freibad sinnvoll? Darüber wird derzeit diskutiert
  • Ist eine Dämmung des neuen Beckens im Horneburger Freibad sinnvoll? Darüber wird derzeit diskutiert
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Horneburg. Geht die Samtgemeinde Horneburg mit ihren bisherigen Planungen zur Freibad-Sanierung baden? Diese Frage stellt sich, nachdem der Energieberater Frank Fasold in der jüngsten Sitzung des Bau- und Feuerschutzausschusses erklärte, dass er bei einer Dämmung des Schwimmbeckens jede Menge Einsparpotenzial bei den Energiekosten sehe. Den anwesenden Politkern klappte angesichts dieser Aussage die Kinnlade herunter. War doch gerade dieses Thema im Vorfeld mit der zuständigen Freibad-Expertin Nicole Riedle vom Wiesbadener Planungsbüro Balneatechnik ausgiebig erörtert worden.

Auf der Sitzung erklärte Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede zunächst, dass die Freibad-Planungen so weit gediehen seien, dass nachträgliche Korrekturen kaum noch vorgenommen werden können. Er betont, dass man die Planerin explizit danach gefragt habe, ob es sich lohne, das Becken rundherum zu dämmen. Die habe habe darauf mit einem klaren Nein geantwortet. Damit sei für ihn die Sache erledigt gewesen, so Herwede: "Wir haben uns bei der Schwimmbad-Sanierung ja eine ausgewiesene Expertin mit ins Boot geholt, weil wir uns auf deren Rat verlassen wollen."

"Das können die Horneburger auch", sagt Nicole Riedle. Sie sei angesichts von Fasolds Vorschlag ein wenig "von den Socken". Sie habe mit dem Energieeffizienz-Berater vor Wochen auch über eine mögliche Becken-Dämmung gesprochen und dabei eigentlich den Eindruck gehabt, dass dieser eine solche Maßnahme ebenfalls für wenig sinnvoll halte. Für das Anbringen des Dämm-Materials müsste laut Riedle die komplette Beckenmauer von außen rundum freigelegt werden: "Dieser Aufwand und die damit verbunden hohen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu den Einsparungen."

Sie kenne bundesweit jedenfalls kein einziges Freibad mit gedämmten Becken, so Riedle: "Das liegt daran, dass sich das Ganze einfach nicht rechnet." In Horneburg müsste zu den drei Millionen Euro, die die Politik bereits abgesegnet hat, eine erhebliche Summe draufgepackt werden. Bei der Ausstattung zu sparen, käme wohl kaum in Frage: "Oder sollen wir wegen der Dämmung die vorgesehene Breitrutsche versenken?"

Die Freibad-Expertin will nun das Gespräch mit dem Energieberater suchen, um die Gründe für dessen Einschätzung zu erfahren. Auch Horneburgs Bauamtsleiter Roger Courtault hat sich inzwischen eingeklinkt: "Wir haben bei Frau Riedle ein Statement angefordert, damit die Sache so schnell wie möglich geklärt wird." Immerhin könnten laut Fasolds Angaben ein Fünftel der Energiekosten für das Schwimmbecken eingespart werden. "Das wäre schon eine Hausnummer", meint Courtault. Derzeit sei das Bauamt dabei, ein Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung zu stellen. Änderungen seien aber noch möglich, so der Bauamtsleiter.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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