Landkreis Harburg: Arbeiten am Straßengrün
Baumpfleger unterwegs
- Baumkontrolleur Matthias Meyn
- Foto: NLStBV
- hochgeladen von Gabriele Poepleu
Auch in diesem Herbst und Winter führt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Landkreis Harburg wieder umfangreiche Grünpflegearbeiten durch. Die Maßnahmen dienen vor allem der Verkehrssicherheit entlang von Bundes- und Landesstraßen. Totholz wird entfernt, beschädigte oder nicht mehr standsichere Bäume werden nach genauer Prüfung gefällt. Zudem wird das sogenannte Lichtraumprofil freigeschnitten, damit Lastwagen und Busse die Straßen sicher passieren können. Gearbeitet wird von Oktober bis Ende Februar.
Wie aufwendig diese Kontrollen sind, erläutert Baumkontrolleur Matthias Meyn vom Geschäftsbereich Lüneburg. Die Straßenmeistereien überprüfen sämtliche Bäume im Zuständigkeitsbereich mindestens einmal jährlich. Auffälligkeiten werden zusätzlich nach Stürmen oder nach Hinweisen aus der Bevölkerung begutachtet. „Verkehrssicherheit ist für uns entscheidend“, sagt Meyn.
Bei einer Kontrolle wird der Baum zunächst aus der Ferne betrachtet, anschließend werden Stamm und Wurzelbereich kontrolliert. Mit einem Schonhammer prüfen die Fachleute, ob der Baum hohl oder morsch ist. Bei sichtbaren Schäden kommt ein Sondierstab zum Einsatz. Jeder auffällige Baum wird dokumentiert und im Baumschadenskataster erfasst.
Schäden an Bäumen entstehen zunehmend durch veränderte Witterung. Längere Trockenperioden oder starke Regenfälle führen zu Belastungen, die Krone und Wurzeln schwächen. Pilzbefall, Insekten wie der Eichenprozessionsspinner oder Schäden durch Fahrzeuge sind weitere Ursachen. Sind Bäume nicht mehr sicher, müssen sie gefällt werden.
Die festgestellten Mängel werden im Verlauf des Jahres behoben. Totholz und überhängende Äste werden vor allem im Spätsommer durch Fachfirmen entfernt, planbare Fällungen finden im Winter statt. Bei starkem Schädlingsbefall kommen je nach Situation biologische Pflanzenschutzmaßnahmen zum Einsatz.
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