Großartige Gala zur Einweihung
Bendestorf würdigt Hildegard Knef mit einem neuen Straßennamen
- Bernd Beiersdorf (v. li.), Tommy Smidt und Tim Fischer halten das neue Schild für den neuen "Hildegard-Knef-Platz"
- Foto: Christina Michow
- hochgeladen von Armon Böhm
Das Filmmuseum Bendestorf bot seinen Gästen eine großartige „Hildegard-Knef-Gala“ mit viel Prominenz und einem spektakulären Programm. Unter anderem waren Künstler Tim Fischer und Knefs letzter Ehemann Paul von Schell live vor Ort.
Im ersten Teil ging es um die offiziellen Einweihung des „Hildegard-Knef-Platzes“. Der Gemeinderat Bendestorf hatte einstimmig beschlossen, das neu entstandene Wohngebiet einschließlich des historischen Filmmuseums derjenigen Künstlerin zu widmen, die mit der Bendestorfer Produktion von der „Sünderin“ ihre Weltkarriere begann.
Samtgemeindebürgermeisterin Claudia von Ascheraden hob in ihrer Laudatio die kulturelle Bedeutung Bendestorfs in der Samtgemeinde hervor. Bürgermeister Bernd Beiersdorf würdigte die vielseitige Schauspielerin, Sängerin und Autorin Hildegard Knef.
Im zweiten Teil folgte der Auftritt des renommierten Interpreten von Knef-Liedern – Tim Fischer. Der Künstler sorgt auch im St. Pauli Theater mit seinem Programm über Zarah Leander und Hildegard Knef stets für ausverkaufte Vorstellungen. Dem Vorsitzenden des Vereins – Tommy Smidt – ist es nach anderthalbjähriger Vorbereitung gelungen, den Ausnahmekünstler in den Heideort Bendestorf zu locken.
Tim Fischer und sein Pianist Matthias Weibrich waren per Zug aus Berlin angereist und hell begeistert, als sie mit einem Rolls Royce in Klecken abgeholt wurden. Uwe Brügmann als Chauffeur, Knef-Fan Joachim Göldner und Tommy Smidt leiteten einen rundum gelungenen Besuch ein.
Tim Fischer interpretierte die Lieder der Knef so überzeugend, dass das Publikum mit Standing Ovations erfolgreich Zugaben einforderte. Fischer dankte dem Publikum mit den Worten: „Das kommt nur ganz selten vor, dass wir so warmherzig und persönlich von einem Publikum empfangen werden. Ein Knef-Abend mit diesem Publikum und der einzigartigen Atmosphäre hier im Filmmuseum kann uns in den großen Sälen der Hannover Philharmonie oder dem Theater Oldenburg nicht geboten werden.“
Nach einer Pause mit einem Buffet im Stile der 50er-Jahre, das von den Vereinsmitgliedern in liebevoller Eigenarbeit angerichtet worden war, lud Tommy Smidt zu einer Talkrunde zum nachfolgenden Film „A Woman and a Half“.
Der letzte Ehemann der Knef, Paul von Schell, war aus Neumünster angereist und konnte einiges zu den Dreharbeiten auf der „Queen Elizabeth“ erzählen. Der Drehbuchautor Matthias Zuber – ebenfalls aus Berlin – hatte gemeinsam mit der Regisseurin Clarissa Ruge umfangreiche Recherchen zu dieser außergewöhnlichen Dokumentation beigesteuert. Der letzte Manager von Hildegard Knef hieß Thomas Jost, der das Filmprojekt letztlich initiiert hatte und in der Runde authentisch berichten konnte.
Eine weitere Teilnehmerin der Gesprächsrunde war Talke Ahrendt aus Bremen, die von der Arbeit in der Postproduktion erzählen konnte. Das Ganze war wie immer hochprofessionell von Tommy Smidt moderiert worden.
Redakteur:Armon Böhm aus Winsen |

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