"Positives Stimmungsbild"

Die Erweiterungspläne von "Hof + Gut" in Itzenbüttel sind im Dorf umstritten - das machen Plakate deutlich
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Architekt Axel Brauer stellte Ratsmitgliedern überarbeitetes Konzept für "Hof + Gut"-Erweiterung vor. 

as/mum. Jesteburg.
Ein Hotel mit etwa 70 Betten, ein 400 Quadratmeter großer Hofladen und ein Veranstaltungssaal - die Erweiterungspläne von "Hof + Gut" sorgen bei einigen Nachbarn in Itzenbüttel für heftige Kritik (das WOCHENBLATT berichtete). Architekt Axel Brauer hat seine Entwürfe nun abgeändert und präsentierte den Ratsmitgliedern jetzt bei einem nichtöffentlichen Termin seine neue Vision.
"Wir haben unseren Entwurf an die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange angepasst, die nach der ersten öffentlichen Auslegung eingegangen sind. Um Missverständnisse zu vermeiden und alle auf denselben Stand zu bringen, haben wir zu diesem Treffen eingeladen", so Brauer auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Unter anderem sei in seinem Entwurf der Baumbestand angepasst worden. Auch die Schallemissionen sollen bei den neuen Plänen stärker berücksichtigt werden, so soll der Veranstaltungsraum jetzt an anderer Stelle errichtet werden. Weiterhin überarbeitet wurden die Stellplätze, die Beherbergungsstätte sowie Zufahrt und Einfahrt. "Es gibt aber noch keinen festen Plan, wir sind da noch im Findungsprozess", so Brauer.
Etwa 15 Ratsherren und -frauen waren zum Ortstermin erschienen. "Das erste Stimmungsbild war sehr positiv", berichtet Brauer. Die abgeänderten Pläne für die Erweiterung von "Hof + Gut" müssen noch im Bauausschuss sowie im Gemeinderat öffentlich beraten werden, bevor sie erneut für Stellungnahmen ausliegen.
Und das sagt die Politik über die vorgestellten Pläne:
Britta Witte (CDU): "Ich finde, dass die überarbeiteten Pläne deutlich besser sind, als die Ausgangsversion. Unter anderem bleiben viele Bäume erhalten, so dass die Gebäude besser zum Ortsbild passen. Gut ist auch, dass es nur noch eine, statt wie bisher vorgesehen zwei Zufahrten sind."
Tim Pansegrau (UWG Jes!): "Wir begrüßen, dass die Eigentümer der Hofstelle weiterhin den Dialog suchen und ihre Bereitschaft erklärt haben, die Bedenken der Itzenbütteler und des Landkreises bei ihren weiteren Planungen zu berücksichtigen. Die aktuellen Gespräche haben verdeutlicht, dass weder das geplante Hotel noch der angedachte Hofladen notwendig sind, um den weiteren Betrieb der historischen Hofstelle sicherzustellen. Beide Projekte sind sicherlich für mögliche Investoren attraktiv. Aber bei allem Verständnis für die Zukunftspläne der Eigentümer müssen Neubauprojekte in derartigen Dimensionen in das Ortsbild passen. Mit den jetzt vorgestellten Entwürfen würde eine noch größere Fläche in Bauland umgewandelt werden. Für uns klafft nach wie vor eine nicht zu überbrückende Lücke zwischen den Interessen der Eigentümer und den berechtigten Bedenken vieler Itzenbütteler, so dass wir das Investitionsvorhaben in den geplanten Dimensionen ablehnen."
Philipp-Alexander Wagner (FDP): "Die FDP begrüßt weiterhin die Pläne zum Bau eines Hotels in Itzenbüttel. Durch die Fortschreibung der Pläne ergibt sich eine Verringerung der Geräuschimmissionen für die Anwohner und es können mehr Bäume erhalten werden, so dass sich das Vorhaben besser in den Ort einfügt. Zur Verringerung der Verkehrsbelastung schlägt die FDP ergänzend vor, einen Feldweg vor dem Ortseingang zu ertüchtigen, so dass der Lieferverkehr zum Hotel vor dem Ort abgeleitet werden kann. Es zeigt sich, dass durch das weitere Verfahren eine Verbesserung für den Ort und die Anwohner erreicht werden konnte. Die Befürchtungen der Kritiker gegen ein Verfahren konnten hierdurch widerlegt werden."
Birgit Heilmann (Grüne): "Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht vorab etwas kommentieren können, was noch nicht veröffentlicht wurde. Wir halten uns an getroffene Absprachen. Für kontroverse Stellungnahmen ist zu gegebener Zeit noch die Möglichkeit."
• Die SPD reagierte nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme.

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Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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