Jork: Mit Klimaschutz bei den Kleinen beginnen

Müll ist nicht gleich Müll: Manchmal kann er sogar zum Basteln verwendet werden - so werden aus Papprollen z.B. Vogelhäuschen
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Grundschule am Westerminnerweg führt Projektwoche durch

ab. Jork. Eine Robbe, eingewickelt in einem Fischernetz, ein Igel, gefangen in einer Plastikverpackung, eine Schildkröte, verwachsen aufgrund von Unrat, in dem sie sich verheddert hat: Diese Bilder rütteln Kinder auf, auch die Schüler der Grundschule am Westerminnerweg in Jork. In einer Projektwoche unter dem Motto "Klimaschutz: wann, wenn nicht jetzt, wer, wenn nicht du" befassten sie sich mit klimaschutzrelevanten Inhalten, beispielsweise mit Bienen und wie man ihr Aussterben verhindern kann, wie sich schonender mit Wäldern umgehen oder wie sich Sonnenenergie effektiv nutzen lässt.

Auch die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinden Horneburg und Jork und der Samtgemeinde Lühe, Anna-Katharina Poppe, kam währenddessen zu Besuch und sprach mit den Kindern über die Bedeutung und Wichtigkeit von Klimaschutz. Außerdem standen naturwissenschaftliche Experimente, eine Projektzeitung, ein Theaterstück und das Thema Lebensmittel/Ernährung auf dem Programm. 

Den Abschluss der Projektwoche bildeten die Präsentationen der Ergebnisse vor Publikum. Neu gestaltete Schultische- und Stühle wurden versteigert, das Theaterstück vorgeführt, aus Bio-Äpfeln selbst gebackene Muffins gereicht und - zum Erstaunen der Eltern - in einem selbstgebauten Solar-Ofen sogar Toast Hawaii produziert.

"Eine wichtige Erkenntnis der Projektwoche war, wie groß die Umweltprobleme sind und wie wenig von Seiten der Politik eingeschritten wird", resümierte Schulleiter Heinrich Lücken. Umso mehr Mut mache es, zu sehen, wie engagiert Kinder an das Thema herangingen. "Und es ist für alle deutlich geworden, das jeder selbst etwas zum Erhalt unserer Umwelt beitragen kann. Das macht ein wenig Hoffnung für die Zukunft."

• Die Grundschule am Westerminnerweg hatte sich Ende 2017 für die Teilnahme an einem vierjährigen Projekt zum Klimaschutz beworben und jüngst einen positiven Bescheid erhalten. Damit verpflichtet sie sich wie alle teilnehmenden Schulen jährlich unterschiedliche Aktionen und Aktivitäten zum Thema Klimaschutz durchzuführen. Die Fördermittelvergabe führt der Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag des Bundesumweltministeriums durch.

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