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Kleiner Benjamin, großer Lkw: Wie groß die Gefahr im Straßenverkehr für den Jungen ist, lässt sich leicht erahnen
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Anwohner in Mittelnkirchen besorgt: Schulweg durch Schwerlastverkehr gefährlich

ab. Mittelnkirchen. Wenn eine Straße "Dorfstraße" heißt und dort nur Tempo 30 gefahren werden darf, kommen Gedanken an ein idyllisches Dorf mit gemütlich dahinzuckelndem Verkehr auf. In Mittelkirchen in der Samtgemeinde Lühe ist das anders: Vor allem der Schwerlastverkehr ist dort häufig mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Ein Grund für Anwohner Carsten Buhr, sich an das WOCHENBLATT zu wenden. Er sagt: "Die Verkehrssituation ist für Kinder lebensgefährlich."

Zwei Mal am Tag ist Benjamin (9), wie andere Kinder aus der Gegend auch, mit seinem Fahrrad an der "Dorfstraße" unterwegs. "Unser Sohn ist jetzt neun Jahre alt und wir wollen nicht zu den Eltern gehören, die ihr Kind bis ins Klassenzimmer bringen", sagt Carsten Buhr und erklärt: "Der Schulweg ist eigentlich ziemlich kurz, unser Sohn wäre in wenigen Minuten da."

Damit Benjamin nicht im Stoßverkehr eine unübersichtliche Kreuzung überqueren muss, schicken seine Eltern ihn aber auf einem Umweg entlang der "Dorfstraße" zur einzigen Ampel an der Straße. Was ihnen große Sorgen bereitet: Obwohl der Junge auf dem Bürgersteig fährt, ist sein Weg gefährlich: Viele Lkw-Fahrer hielten sich nicht an das Tempolimit von 30 km/h. "Sie fahren mindestens 50 oder schneller", hat Carsten Buhr wiederholt beobachtet. Begegnen sich dann noch zwei Lastwagen, kommen sie dem schmalen Bürgersteig oft bedenklich nahe. "Wenn es dort auch noch Begegnungsverkehr durch Fußgänger oder andere Radfahrer gibt, wird es sehr eng und ein Unfall ist fast programmiert."

Er habe sich schon an die unterschiedlichsten Behörden gewandt, erzählt Buhr, dem ein Fahrverbot für den Schwerlastverkehr auf dieser Strecke am liebsten wäre. Aber er glaubt: "Niemand von den Landkreis-Mitarbeitern sich für ein Lkw-Fahrverbot ein." Woanders werde das auch angeordnet. Lkw-Fahrer könnten schließlich über die B73 und in Waltershof oder Heimfeld auf die Autobahn fahren. "Aber durch das Alte Land geht es eben schneller."

Ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt: Die Straßen, so Carsten Buhr, seien für den Schwerlastverkehr nicht gemacht und dadurch in einem teilweise katastrophalen Zustand. "Das zeigt sich auch schon wieder an den Stellen, die erst im vergangenen Jahr saniert wurden."

Da die Aussicht auf ein Lkw-Fahrverbot ihrer Meinung nach gering ist, hoffen Nicole und Carsten Buhr auf eins: dass die A26 so schnell wie möglich fertiggebaut wird. "Auch wenn unser Sohn dann dort nicht mehr zur Schule geht."

Das WOCHENBLATT hat beim Landkreis nachgefragt: Wäre ein Lkw-Fahrverbot an dieser Stelle möglich? "Die Dorfstraße ist eine Landstraße (L140), die der Verbindung von Landesteilen und dem überörtlichen Verkehr dient", erklärt Nicole Streitz, Dezernentin beim Landkreis Stade. "Beschränkungen auf Landstraßen brauchen sehr strenge Voraussetzungen. Lkw-Verbotsschilder sind nur in großen Ausnahmefällen zulässig."

Kleiner Benjamin, großer Lkw: Wie groß die Gefahr im Straßenverkehr für den Jungen ist, lässt sich leicht erahnen
Carsten Buhr mit Sohn Benjamin, der täglich einen gefährlichen Schulweg hat

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