Carnevalclub Süderelbe: Fröhliches „Helau“ im hohen Norden

Das Prinzenpaar „Klaus der Erste“ und „Rita die Erste“ 
enterten mit Melanie Giesecke und ihrem Sohn Vincent am 11. November das Neu Wulmstorfer Rathaus
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  • Das Prinzenpaar „Klaus der Erste“ und „Rita die Erste“
    enterten mit Melanie Giesecke und ihrem Sohn Vincent am 11. November das Neu Wulmstorfer Rathaus
  • Foto: Carnevalclub Süderelbe
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Carnevalclub Süderelbe feiert fünfte Jahreszeit / "Wir werden oft belächelt"

ab. Neu Wulmstorf. Es sind nicht viele, die im hohen Norden Karneval feiern, doch jene, die es machen, sind mit Herzblut dabei. Zu ihnen gehört auch die Neu Wulmstorferin Melanie Giesecke, Mitglied im Vorstand des „Carnevalclubs Süderelbe“, kurz CCS.

Die 37-jährige Bankkauffrau kam durch ihre Familie zum Karneval und tanzt u.a. dort in der Prinzengarde. „Wir machen weiter, solange es unsere Knochen hergeben“, sagt sie lächelnd. Die Prinzengarde hat einen Altersdurchschnitt, der weit über 30 liegt - und das ist ungewöhnlich. „Im Schnitt sind in einer Prinzengarde Mädchen im Alter von 16, 17 Jahren aktiv.“

Doch der CCS hat Nachwuchsprobleme anderer Art: „Nicht an Kindern, sondern an jungen Leuten mangelt es uns“, bemerkt Melanie Giesecke. Unter anderem könnte es daran liegen, vermutet sie, dass der Karneval in den nördlichen Bundesländern kaum gefeiert wird. „Wir werden oft belächelt, manchmal sogar richtig beleidigt. Da heißt es dann: ‚Was sind das denn für Bekloppte?‘“, berichtet Giesecke.

Der CCS ist überwiegend in Hamburg aktiv. Darum zählt der in Neu Wulmstorf eingetragene Verein für den Karnevalsverband auch als Hamburger Verein. „Wir treten mit unserem Programm beispielsweise in Seniorenheimen auf. Da wirken alle Aktiven mit, die Prinzen- und die Kindergarde, das Tanzmariechen und auch die Büttenredner“, sagt die Neu Wulmstorferin.

Beim CCS handele es sich mit rund 50 Mitgliedern und 30 Aktiven um eine Art große Familie. Gieseckes eigene Familie eingeschlossen. „Mein elfjähriger Sohn ist der einzige Junge unter den Aktiven“, sagt sie. „Meine Oma Rita Zenicz ist in diesem Jahr der weibliche Part des Prinzenpaares und „Rita die Erste“, und das mit 77 Jahren.“ Der Prinz „Klaus der Erste“ Werxhausen kommt aus Jesteburg und ist 65 Jahre alt.

An vielen Orten Deutschlands genießt Fasching ein anderes Image. Darum reisen die Mitglieder des CCS gern zum Feiern nach Köln. „Mit dem Pappnasen-Express“, erzählt Melanie Giesecke. „Da geht es per Partyzug am Rosenmontag morgens nach Köln und am Abend wieder zurück nach Hamburg. Und während der gesamten Fahrt wird gefeiert.“

Wer mehr über die Aktivitäten des Carnevalclubs Süderelbe erfahren und vielleicht selbst mitmachen möchte, kann dies unter www.carnevalclub-suederelbe.eu.

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